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Sicherheitslücke in WLAN-Protokoll erlaubt komplettes Lahmlegen von drahtlosen Netzen

14.05.2004 | 10:02 Uhr |

Ein handelsüblicher PDA mit Wireless-Karte soll ausreichen, um mit Hilfe einer neu entdeckten Sicherheitslücke ganze WLAN-Netze lahmzulegen, warnt das australische Computer Emergency Response Team (AusCert). Die Attacke richtet sich gegen einen Fehler im IEEE-802.11-Protokoll und führt dazu, dass alle Clients und Access Points in Reichweite die Kommunikation komplett einstellen.

Ein handelsüblicher PDA mit Wireless-Karte soll ausreichen, um mit Hilfe einer neu entdeckten Sicherheitslücke ganze WLAN-Netze lahmzulegen. Die Attacke richtet sich gegen einen Fehler im IEEE-802.11-Protokoll und führt dazu, dass alle Clients und Access Points in Reichweite die Kommunikation komplett einstellen. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerpartner .

Damit wurde nach Angaben des australischen Computer Emergency Response Team ( AusCert ) zum ersten Mal eine Lücke bekannt, die es einem Angreifer mit einfachsten Methoden und ohne teure Spezial-Hardware erlaubt, jedes erreichbare WLAN-Netz auszuschalten. Laut AusCert wurde das Problem von mehreren Herstellern mittlerweile bestätigt, aber es stünden noch keine Patches dagegen zur Verfügung.

Zumindest kann ein Angreifer nur die Netze lahmlegen, die sich in Reichweite seiner Hardware befinden. Interne Netze in Gebäuden sind deswegen relativ sicher. Endet die Attacke, funktioniert die Kommunikation auch gleich wieder, so das AusCert. Besonders schwierig sei aber auch das Aufspüren des Angreifers, warnt die Organisation weiter.

Sicherheits-Experten: Mehr Viren-Autoren sollen hängen (PC-WELT Online, 11.05.2004)

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