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Sicherheitslücke bei Bluetooth

05.09.2000 | 12:22 Uhr |

Zwei Forschern ist es gelungen, Daten, die mittels Bluetooth übermittelt wurden, abzufangen und zu entschlüsseln. Auch die Identität der Nutzer konnte dabei festgestellt werden, was das Sicherheitskonzept dieser Technik fragwürdig erscheinen lässt.

Den Forschern Susanne Wetzel und Marcus Jacobson ist es gelungen, Daten, die mittels Bluetooth (siehe Glossar) übermittelt wurden, abzufangen und zu entschlüsseln. Auch die Identität der Nutzer konnte dabei festgestellt werden, was das Sicherheitskonzept dieser Technik fragwürdig erscheinen lässt.

Den beiden Forschern von Lucent Technologies gelang es, so ein Bericht der New York Times, den Schlüssel zweier Bluetooth-Geräte abzufangen. Der Fehler liege bei dem für die Übertragung verwendeten Protokoll. Allerdings ist mit diesen Informationen allein die Verschlüsselung noch nicht geknackt.

Des weiteren konnten die Forscher Bluetooth-Geräte eindeutig identifizieren und auch den Weg, den die Daten nahmen, nachvollziehen. Theoretisch lässt sich so auch die Identität eines Nutzers feststellen. Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um ein kleines Sicherheitsproblem, das nach Ansicht von Lucent "relativ schnell" behoben werden kann.

Mit Bluetooth lassen sich drahtlose Verbindungen zwischen PC und Peripherie-Geräten wie Drucker, Scanner oder Handy herstellen. Momentan sind dabei Abstände bis zu 15 Metern zwischen den einzelnen Komponenten möglich, in Zukunft sollen bis zu 100 Meter überbrückt werden. Die Funktechnik schafft Datenraten von bis zu einem Megabit pro Sekunde. (PC-WELT, 05.09.2000, mp)

Drahtlos ins Internet (PC-WELT Online, 15.08.2000)

Bluetooth für Linux (PC-WELT Online, 30.07.2000)

Per Kuli ins WWW (PC-WELT Online, 28.06.2000)

Standard für Bluetooth (PC-WELT Online, 17.06.2000)

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