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Server der Weltraumorganisation ESA gehackt

21.04.2011 | 18:04 Uhr |

Die europäische Weltraumorganisation ESA wurde in dieser Woche Opfer eines Hacker-Angriffs. Im Rahmen der Attacke wurden sensible Datenbank-Details und Passwörter veröffentlicht.

Vor wenigen Tagen fiel die europäische Weltraumorganisation ESA einem Hacker-Angriff zum Opfer. Unter dem Dickname Zinkode knackte ein rumänischer Hacker die Sicherheitsmechanismen der ESA-Server und veröffentlichte anschließend sensible Daten im Internet. Darunter fanden sich Datenbank-Passwörter, E-Mail-Adressen, FTP-Datentransfer-Konten und Details zu Forschungseinrichtungen und Zulieferern.

TinKode habe den Angriff eigenen Aussagen zufolge gestartet, um die ESA auf Sicherheitslücken in ihrem System hinzuweisen. Ein Sprecher der Weltraumorganisation spielte den Vorfall, gegenüber dem britischen Fachdienst Theo Register, herunter. Demzufolge habe es sich bei den betroffenen Servern nur um eine Plattform für den Datenaustausch gehandelt. Die Hauptseite oder gar das interne Netzwerk der ESA sei unangetastet geblieben.

Als Reaktion hat die ESA nun all ihre FTP-Server vom Netz genommen. Weder TinKode noch die Organisation selbst äußerten sich bislang zur Sicherheitslücke, die den Angriff ermöglicht hat. Der rumänische Hacker landete zuletzt im November 2010 in den Schlagzeilen. TinKode gelang es, sich ins Web-Angebot der britischen Marine einzuhacken und erntete dafür Anerkennung vom IT-Sicherheitsunternehmen Sophos. Laut dem Dienstleister sollte die Marine TinKode dankbar sein, denn böswillige Eindringlinge hätten die Lücken zur Verbreitung von Trojanern ausnutzen können.

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