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Open Source hat es schwer in Unternehmen

16.06.2009 | 14:57 Uhr |

Unternehmen sind nicht von der Sicherheit von Open Source überzeugt und zögern mit der Einführung von Open Source Software. Zwei Studien eines Marktforschungsunternehmens zeigen erhebliche Zurückhaltung und Sicherheitsbedenken.

Nach Umfragen von Forrester Research bei Unternehmen unterschiedlicher Größe üben sich Unternehmen in Zurückhaltung bei der Einführung von Open Source Software (OSS). Einerseits sind es Bedenken bezüglich der Sicherheit von OSS, andererseits hegen vor allem kleinere Firmen Befürchtungen, OSS sei schwierig zu implementieren und zu warten. Diese Befunde resultieren aus zwei Forrester-Studien, namentlich "The State of SMB Software: 2009" und "The State of Enterprise Software: 2009" aus diesem Jahr.

Kleine und mittlere Unternehmen (Small and Medium Business, SMB) in Europa und Nordamerika haben demnach mehr Bedenken bei der Einführung von OSS als Großunternehmen. Während 58 Prozent der großen Unternehmen der Sicherheit von OSS nicht so ganz trauen, sind es beim Mittelstand etwa zwei Drittel. Etwa neun Prozent der Großunternehmen sind über die Sicherheit von OSS sogar "sehr besorgt", bei SMBs sind es gar 45 Prozent.

Ähnlich sieht es bei der Frage der technischen Probleme aus. Die Komplexität der Anwendungen und mögliche Probleme bei der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse machen 57 Prozent der kleinen und mittleren Firmen Sorgen. Bei den Großunternehmen sind es nur zu 32 Prozent, die ähnliche Gründe für ihre Zurückhaltung nennen.

Das Geschäftsmodell von "Software-as-a-Service" (SaaS) hat hingegen inzwischen an Vertrauen gewinnen können. Von den SMBs, die kein Interesse an SaaS haben, nennen nur noch 27 Prozent Sicherheitsbedenken als Grund, im Jahr 2007 waren es noch 57 Prozent. Bei Großunternehmen ist die Rate der Bedenkenträger gegenüber SaaS im gleichen Zeitraum von 47 auf 31 Prozent gefallen.

Insgesamt hat Forrester Research 2227 IT-Verantwortliche und Entscheidungsträger aus Unternehmen in den USA sowie in Kanada, Deutschland, Großbritannien und Frankreich befragt.

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