1855323

Sicherheitsexperten warnen vor neuem LinkedIn-Email-Service

26.10.2013 | 05:59 Uhr |

Der Email-Dienst Intro von LinkedIn muss viel Kritik einstecken und wird von einigen Experten sogar als Eldorado für Hacker bezeichnet.

Mit Intro will das soziale Netzwerk LinkedIn Mail-Programme um eine Komfortfunktion erweitern. In der digitalen Post eines Kollegen oder Freundes wird beim Empfänger durch den Service automatisch das LinkedIn-Profil sowie dessen Bild eingebaut. Hierzu muss LinkedIn der Zugriff auf die E-Mails gewährt werden, was von Sicherheitsexperten als große Schwachstelle angesehen wird.

Speziell die Tatsache, dass die E-Mails der Anwender über die Server des sozialen Netzwerks laufen, mache den Dienst besonders anfällig für eine Spionage durch die NSA. Auch für Hacker sei die Kommunikation von Unternehmen sicherlich interessant.

Betreiber LinkedIn bezieht Stellung zur Funktionsweise von Intro und beteuert, dass es sich um eine Opt-In-Funktion handle, die Anwender würden demnach nicht gezwungen, ihre E-Mails über die firmeneigenen Server laufen zu lassen. Eine dauerhafte Speicherung von Nutzername, Passwort und E-Mail-Inhalt fände zudem nicht statt. Die Kommunikation zwischen Server und Smartphone des Anwenders sei darüber hinaus verschlüsselt.

Benimmregeln für soziale Netzwerke: Sieben Verhaltensregeln für Facebook und Co.

Wirklich überzeugen kann diese Stellungnahme jedoch nicht. In den vergangenen Jahren kam es bei LinkedIn schon mehrfach zu Sicherheitsproblemen, als beispielsweise 6,5 Millionen Benutzernamen und Passwörter von Hackern erbeutet werden konnten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1855323