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Sicherheitsexperte: Windows XP gefährdet Stabilität des Internets

01.06.2001 | 13:38 Uhr |

Windows XP gefährdet die Stabilität des Internets. Diese Meinung vertritt der Sicherheitsexperte Steve Gibson. Windows XP ermöglicht das Spoofing, also das Verbergen, der IP-Adresse eines Rechners, von dem Datenpakete abgesendet werden. Dadurch würden in Zukunft DoS-Attacken massiv erleichtert.

Windows XP gefährdet die Stabilität des Internets. Diese Meinung vertritt der Sicherheitsexperte Steve Gibson auf seiner Website

Microsofts Entwickler hätten Gibson zufolge aus "Faulheit" nie die vollständigen Unix-Socket Spezifikationen in die älteren Versionen von Windows implementiert. Deshalb verfügten Windows-Rechner nur über eingeschränkte Möglichkeiten, absichtlich destruktive Daten-Pakete für das Internet zu erzeugen, sprich eineDoS-Attacken durchzuführen.

Die Microsoft-Betriebssysteme vor Windows 2000 ließen Gibson zufolge kein Spoofing zu. Spoofing ist ein beliebtes Mittel, um die Herkunft von Datenpaketen aus dem Internet zu verschleiern. Erfolgten DoS-Attacken von einem Windows-Rechner, so konnten Administratoren die IP identifizieren und die Datenpakte dieses Rechners sperren.

Erst seit Windows 2000 sei das anders. Unter Windows 2000 sind DoS-Angriffe mit verschlüsselten IPs möglich. Windows XP verfügt diesbezüglich über die selbe Funktionalität wie 2000. Doch würde sich das Problem nun stark vergrößern, da Windows XP anders als Windows 2000 und Unix auf die Endverbraucher abzielt. Dadurch würde sich die Zahl der Rechner erhöht, die am Netz hängen und sich potenziell für DoS-Angriffe nutzen lassen. Cracker würden deshalb angeblich sehnsüchtig auf die weite Verbreitung von Windows XP warten.

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