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Sicherheitsetikett soll vor Markenpiraterie schützen

06.05.2007 | 14:25 Uhr |

CertiLogo, ein auf Fälschungsschutzsysteme spezialisiertes Unternehmen aus Italien, hat eine erste Anwenderlösung für den Lebensmittelbereich vorgestellt.

Dabei handelt es sich um einen Sicherheitscode, der auf einem Flaschenetikett angebracht ist. Per Telefon, SMS oder Internet lassen sich so Informationen über Herkunft, Konsum und Produktion des Artikels abrufen. Der bei Siena gelegene Winzerbetrieb Ciacci Piccolomini d´ Aragona ist Auftraggeber des Hightech-Etiketts und gehört zu den wichtigsten Herstellern des italienischen Spitzenweins Brunello di Montalcino.

"Das augenscheinlich sehr simple System beruht in Wirklichkeit auf nichtsequenziellen numerischen Strings, die als Codes auf unserem Server in Mailand gespeichert werden", erklärt Michele Casucci, Hauptgeschäftsführer bei CertiLogo . In Zusammenarbeit mit Mathematikern und Statistikexperten der Universität von Padua werden die Strings aus komplex verschlüsselten Algorithmen generiert. Nachahmungen sind dabei weitaus schwieriger als bei herkömmlichen Identifikationstechniken. Die Strings können auf Etiketten, Barcodes oder RFID-Chips eingesetzt werden.

"Die Erkennungsmethode ist sowohl für den Winzer als auch den Weintrinker von Nutzen. Zwischen beiden entwickelt sich ein Dialog, der besonders dann an Wert gewinnt, wenn das Verbraucherland weit vom Ursprungsland des Weines entfernt ist.", erläutert Paolo Bianchini, Eigentümer des Ciacci Piccolomini Weingutes. Das System wird neben Italienisch auch in englischer Sprache vermarktet, dem sollen in Kürze noch Russisch und Chinesisch folgen. „Natürlich gibt es auch noch andere, für Fälschungen besonders anfällige Anwendersparten. Ich denke dabei vor allem an die Pharma- und Modeindustrie“, so Casucci.

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