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Microsoft rät vom IE 6 ab

28.04.2010 | 16:35 Uhr |

Die neueste Ausgabe der Microsoft-Analyse zur IT-Sicherheit sieht den Einsatz eines Rechners, der auf dem neuesten Stand ist, als besten Schutz vor Gefahren. Das Hauptrisiko stellen demnach veraltete Browser-Plugins dar.

Microsoft hat seinen halbjährlichen Sicherheitsbericht "Microsoft Security Intelligence Report" (SIR) veröffentlicht, der auf den Daten des zweiten Halbjahrs 2009 basiert. Darin warnt der Hersteller, die Verwendung des Internet Explorer 6 sei riskant, Anwender sollten zum IE 8 wechseln. Hauptzielscheibe von Angriffen seien jedoch Schwachstellen in veralteten Versionen des Adobe Reader und dessen Browser-Plugin.

Eine der penetrantesten Plagen im Web sind betrügerische Schutzprogramme, so genannte Scareware. Microsofts eigene Sicherheitsprodukte haben im zweiten Halbjahr 2009 weltweit Scareware von 7,8 Millionen Rechnern entfernt, im ersten Halbjahr waren es 5,3 Millionen. Der Zuwachs um mehr als 46 Prozent weist darauf hin, dass Scareware eine sprudelnde Geldquelle für Online-Kriminelle ist - aber auch darauf, dass Scareware stärker in den Fokus von Microsofts Anti-Malware Tools gerückt ist.

Wie in jeder Ausgabe seines Sicherheitsberichts weist Microsoft auch die unterschiedlichen Infektionsraten der einzelnen Windows-Versionen aus. Hier zeigt sich, dass das neue Windows 7 nochmal besser abschneidet als Vista ohne Service Pack oder mit SP1, Vista mit SP2 steht hingegen etwas besser da als Windows 7. Die meisten Infektionen entfallen auf Windows XP, das mit jedem Service Pack deutlich weniger anfällig geworden ist. Die geringsten Infektionsraten weisen die 64-Bit-Fassungen von Windows 7 und Vista auf.

Die Ausgabe 8 der Microsoft-Analyse zur IT-Sicherheit umfasst 248 Seiten in englischer Sprache. Eine deutsche Zusammenfassung ist 22 Seiten lang. Beide sind bei Microsoft kostenlos in den Formaten PDF und XPS erhältlich.

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