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Passwörter werden lieber nicht gespeichert

08.04.2009 | 10:45 Uhr |

Wie gehen die Deutschen mit ihren Passwörtern um? Speichern sie die Zugangsdaten im Browser, schreiben sie diese auf einen Zettel oder merken sie sich die Passwörter, notfalls mit Hilfe von Eselsbrücken) Dieser Frage gehen zwei Umfragen nach.

Unbestritten ist es am bequemsten, wenn man die Zugangsdaten für eine Website direkt im Browser speichert. Doch besonders sicher ist das nicht, Hacker können immer wieder mal einen Weg finden, um die Passwörter auszulesen. Die Umfrage, die Statista veröffentlicht hat, bringt klar zum Ausdruck, dass den meisten Internetnutzern unwohl bei dem Gedanken ist, ihr Zugangsdaten im Browser zu speichern. Nur fünf Prozent der Befragten machen das nämlich. Weitere 25 Prozent speichern die Passwörter bei einigen Account (die ihnen offensichtlich weniger wichtig erscheinen).

70 Prozent sagen aber ganz klar Nein zur Speicherung der Zugangsdaten im Browser oder auf dem PC. An der Umfrage nahmen 1000 Internetnutzer aus Deutschland im Alter ab 18 Jahren teil.

Passwörter für die Mailaccounts. PIN für das Online-Banking. Passwörter für Ebay und Amazon, für die Online-Rechnung der T-Com und für die Online-Abrechung des Stromversorgers. Dazu noch die Logindaten für Internetforen und Blogs – wie soll man sich alle diese Zugangsdaten nur merken? Diese Frage stellte Ipsos im August 2008 1000 Internetnutzern aus Deutschland im Alter ab 18 Jahren. Dabei wurden gezielt Anwender befragt, die in den letzten drei Monaten etwas online gekauft hatten.

Das Ergebnis, das das Statistik-Portal Statista veröffentlicht hat, spricht eine klare Sprache und dürfte Sicherheitsexperten freuen: 69 Prozent merken sich ihre Passwörter, notfalls mit Hilfe von Erinnerungshilfen. 18 Prozent schreiben sich die Zugangsdaten allerdings auf – das ist schon weniger sicher, wenn der Zettel in die falschen Hände gerät. 13 Prozent speichern die Zugangsdaten auf der Website, ebenfalls 13 Prozent in einem PC-Dokument. Der klassische Post-it-Zettel am Monitor – der Albtraum aller Sicherheitsexperten – findet immerhin bei vier Prozent der Befragten Verwendung.

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