Sicherheits-Tool

Kaspersky Security Scan - neuer Gratis-Virenscanner

Mittwoch den 11.07.2012 um 13:28 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Der neue Gratis-Virenscanner Kaspersky Security Scan eignet sich für Kontrollscans.
Vergrößern Der neue Gratis-Virenscanner Kaspersky Security Scan eignet sich für Kontrollscans.
Kaspersky hat ein kostenloses Sicherheits-Tool veröffentlicht, mit dem Sie Ihren PC sofort auf Viren, Würmer und Trojaner sowie zusätzlich auf Sicherheitslücken überprüfen können. Anders als ähnliche Konkurrenz-Programme erhält der Kaspersky Security Scan täglich neue Virensignaturen.
Das neue kostenlose Kaspersky Security Scan soll einen vollwertigen Virenscanner nicht ersetzen, sondern ergänzen. Es dient also für Kontrollscans, beispielsweise wenn Sie den Verdacht haben, das eine Malware Ihren PC trotz vorhandenem Virenscanner infiziert haben könnte (zum Beispiel, weil die Virensignaturen des installierten Virenscanners nicht mehr auf dem aktuellen Stand waren). Sie können Kaspersky Security Scan somit laut Hersteller parallel zu einem bereits vorhandenen Virenscanner oder einer Sicherheitssuite installieren.

Alternative zur MacAfee- und Microsoft-Tools

Kaspersky Security Scan tritt also in Konkurrenz zu bereits seit längerem erhältlichen Sicherheitstools wie McAfee Avert Stinger oder dem Microsoft Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software. Diese beiden Tools unterscheiden sich von Kaspersky Security Scan aber dadurch, dass man sie nicht installieren muss, sondern sowohl bei McAfee als auch beim Microsoft-Tool einfach nur auf die EXE-Datei doppelt klickt. Kaspersky Security Scan dagegen muss erst installiert werden, damit man das Tool nutzen kann – Nachteil Kaspersky.

Aktuelle Virenerkennung

Dafür glänzt Kaspersky Security Scan aber in einem anderem, sehr wichtigen Punkt: Es erhält laut Hersteller jeden Tag aktuelle Virensignaturen. Hier können das McAfee-Programm und das Microsoft-Tool nicht mithalten. Ein weiterer Pluspunkt für Kaspersky Security Scan: Der Gratis-Virenscanner nutzt zur Virenerkennung die Kraft der Cloud, sprich: Das Tool holt sich Daten von den Kaspersky-Servern, um Malware zu identifizieren. Das Programm greift auf dieselben Datenbanken zu wie die kommerziellen Produkte von Kaspersky Lab, wie der russische Hersteller von Sicherheitssoftware betont. Kaspersky Security Scan sollte dank der Cloud-Unterstützung also auch aktuelle Viren erkennen können. Komplexe Rootkits erkennt der Scanner aber nicht.

Zudem weist Kaspersky Security Scan die Anwender daraufhin, wenn ein Update für das Tool zur Verfügung steht. Kaspersky Security Scan verhindert jedoch nicht die Installation von Malware und kann entdeckte Malware auch nicht entfernen, sondern kann diese lediglich erkennen und davor warnen.

Kaspersky Security Scan erstellt einen ausführlichen
Scan-Bericht
Vergrößern Kaspersky Security Scan erstellt einen ausführlichen Scan-Bericht

Übersichtliche Programm-Oberfläche

Kaspersky Security Scan bietet unter seiner übersichtlichen Oberfläche ein Benutzer-Handbuch, einen einstellbaren Timer, in dem die Zeitpunkte der Scans festgelegt werden und einen Überblick über das letzte Scanergebnis. Dort erfährt man, ob der Virenscanner auf bekannte Malware oder zumindest auf sicherheitsrelevante Probleme auf dem Rechner gestoßen ist und kann dazu Detailinformationen abrufen.

Mittwoch den 11.07.2012 um 13:28 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • Fictor 14:46 | 14.07.2012

    Doch doch das Knöpfchen richtig gedrückt, aber es tut sich nichts.
    Bis auf die Weiterleitung auf die Kaufseite passiert gar nichts. Mag sein, dass es an meiner Konfiguration/OS liegt.
    Die Methoden von Microsoft,Checkpoint oder Kaspersky ähneln mittlerweile den Methoden der Scareware Anbieter.
    Irgendwelche Pille Palle wird zur Bedrohung aufgeblasen und wirklich gefährliche Programme werden nicht gefunden. Neulich mal wieder Post von DHL bekommen mit dem zwar nicht bestellten aber falsch umgeleiteten Paket und Rechnung.Der von yahoo verwendete Norton, sagte ok. Aus Spaß mit mit Avira gescannt, der wurde immerhin stutzig. Virustotal 8 von 42 als verdächtig eingestuft. Und da war die Mail schon mind 1 Tag alt.
    Alles schön bunt und blinkt, aber wirkliche Sicherheit ist was anderes.

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  • MichaelausP 19:04 | 13.07.2012

    Keine Aufregung, es sind alles welche zur Autostartaktivierung auf dem Rechner und den IE9 betreffend (Verlauf, Cookies, Startseiteneinträge etc.)

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  • deoroller 18:51 | 13.07.2012

    Was für Probleme wurden gefunden?
    Anscheinend findet der Scanner immer etwas, was auf eine Verkaufsveranstaltung (Scareware?) hindeutet.

    Da findet man nicht etwa Informationen zu den gefundenen "Problemen", sondern Kaufangebote für drei Sicherheits-Suites des Herstellers, beginnend bei 60 Euro. Das preisgünstigere Kaspersky Anti-Virus wird nicht einmal angeboten. Erst wenn man auf den kleinen Knopf "Details" neben "Probleme gefunden" klickt, erscheint eine Liste mit Informationen zu den angeblichen Problemen. Sie entpuppen sich als Einstellungen des Internet Explorer und Windows Explorer, deren Setzen eher Geschmackssache ist – so wird etwa moniert, dass Cookies vorhanden sind. Eine Schaltfläche im Kopf der Seite führt wieder auf den Kaspersky-Server mit demselben Kaufangebot.

    http://www.heise.de/security/artikel/Kasperskys-Scanner-Geschenk-mit-Widerhaken-1637943.html

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  • MichaelausP 19:44 | 12.07.2012

    Funktionier tadellos!

    Ein Bericht wird erstellt und angezeigt.
    Das funktioniert schon.
    Vielleicht kickst du nur auf den falschen Knopf?

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  • deoroller 11:20 | 12.07.2012

    Es gibt auch noch den "kostenlosen" MCAfee Security Scan, den man bei "kostenloser" Software untergejubelt bekommen kann. Der taugt auf so viel wie das Kaspersky Dingens.
    Den kann man sich mit Adobe Flash Player einhandeln, wenn man vergisst, den Haken wegzumachen. :bse:

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