06.11.2011, 13:09

Denise Bergert

Sicherheits-Skandal

Tausende sensible Patienten-Daten im Internet aufgetaucht

Durch ein Datenleck im Gesundheitswesen waren vertrauliche Informationen über Patienten mit psychischen Erkrankungen für jedermann im Internet einsehbar.
Ende der vergangenen Woche wurde in Schleswig-Holstein ein Datenleck mit ungeahnten Ausmaßen bekannt. Vermutlich durch technische Unkenntnis konnten persönliche Daten mehrerer tausend Patienten mit psychischer Krankheit ins Internet gelangen und waren dort für jedermann einsehbar. Am stärksten von dem Sicherheits-Skandal betroffen, ist das Sozial- und Therapiezentrum Brücke in Rendsburg.

Ursprünglich sollten nur zahlreiche Patienten-Datensätze übermittelt werden und wurden für die Übertragung ins Internet gestellt. Während des Vorgangs sei die Übermittlung jedoch abgebrochen, wodurch die empfindlichen Informationen über einen längeren Zeitraum ohne entsprechendes Login einsehbar gewesen seien. Wie die "Lübecker Nachrichten" berichten, seien bis Donnerstag gegen 16 Uhr 3.593 Dokumente von dem Datenleck betroffen gewesen. Dabei handelte es sich um medizinische Befunde, psychologische Dokumentationen und Klinik- sowie Behördenbriefe.
Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, will nun Schleswig-Holsteins Datenschutz-Beauftragter Thilo Weichert mit einem Spezialisten-Team aufklären. Das verantwortliche Unternehmen Rebus Consulting- und Verwaltungs GmbH wird sich am morgigen Montag also den Fragen des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) stellen müssen.
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