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Yahoo wird Do-Not-Track-Funktion des Internet Explorer 10 nicht unterstützen

31.10.2012 | 05:43 Uhr |

Als erster Browser ist in Microsofts Internet Explorer 10 die so genannte Do-Not-Track-Funktion automatisch aktiviert. Ein neues Feature, das dem Internet-Konzern Yahoo überhaupt nicht schmeckt.

Obwohl alle Browser eine so genannte Do-Not-Track-Funktion bieten, geht Microsoft als erster Software-Anbieter einen Schritt in Richtung Nutzerfreundlichkeit und aktiviert die entsprechende Funktion direkt nach der Installation des Internet Explorer 10 . Somit ist das Microsoft-Tool der erste Browser, bei dem Nutzer Do Not Track nicht von Hand einstellen müssen. Über die Funktion signalisiert der Internet Explorer Werbe-Anbietern auf Websites, dass sie die Surf-Aktivitäten des Browser-Nutzers nicht verfolgen dürfen, um ihm personalisierte Werbebanner einzublenden.

Was bei Internet-Nutzern gut ankommt, stößt beim Internet-Konzern Yahoo auf Widerstand. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, werde man die automatische Do-Not-Track-Funktion des Internet Explorer 10 nicht unterstützen. Diesen Schritt versucht Yahoo in einer offiziellen Mitteilung sogar noch als rebellisches Zeichen für die Nutzer-Rechte zu verkaufen. So sei die voreingestellte Do-Not-Track-Option eine Bevormundung und laut Yahoos Auffassung keinesfalls im Interesse der Nutzer.

Internet Explorer 10 - aktivierte Do-Not-Track-Funktion sorgt für Ärger

Aus diesem Grund werde Yahoo jegliche Do-Not-Track-Signale des Internet Explorer 10 schlichtweg ignorieren, ganz im Interesse der personalisierten Nutzer-Erfahrung natürlich. Yahoo-Kunden seien an personalisierte Werbung gewöhnt und wüssten die individuellen Produktempfehlungen laut dem Konzern sehr zu schätzen. Damit vertritt Yahoo wohl auch unverkennbar die Interessen der Online-Werbeindustrie. Die Association of National Advertisers (ANA) und die Digital Advertising Alliance (DAA) verstehen Microsofts voreingestellte Datenschutz-Maßnahmen als Affront und laufen Sturm gegen Do Not Track im Internet Explorer 10.

Microsoft steht dennoch hinter der Entscheidung und betont, dass die neue Browser-Einstellung Nutzern wieder mehr Macht über ihre persönlichen Daten gebe. Jeder Internet-Explorer-10-Kunde müsse selbst und bewusst entscheiden, ob er Online-Werbern seinen Surf-Verlauf zugänglich machen will.

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