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Trojaner pfeift auf zu langsame Computer

26.11.2010 | 10:55 Uhr |

Keine Dual-Core-CPU im Rechner? Das ist einer aktuellen Zeus-Trojaner-Variante zu langsam – der Schädling beendet sich dann lieber selbst.

Langsame Rechner werden weniger häufiger von Trojanern befallen. Das hat der Antivirenprogramm-Hersteller F-Secure herausgefunden . Der Grund liegt aber nicht in einer Diskriminierung langsamer CPUs durch den Trojaner-Programmierer. Viele Schädlinge versuchen vielmehr zu ermitteln, ob sie gerade durch einen Debugger-Prozess aufgespürt werden.
 
Debugging wirkt sich verlangsamend auf die Rechengeschwindigkeit aus. Das wissen auch die Malware-Programmierer und starten zum Aufspüren von Debuggern Timing-Analysen. Reagiert der PC zu träge, geht die Schadsoftware davon aus, ein Debugger mache Jagd auf sie – und beendet sich.
 
Bei F-Secure hat man eine aktuelle Version des Zeus-Trojaners auf ein Notebook mit 1,86-GHz-CPU losgelassen. Das Notebook wurde nicht infiziert. Der Test beweist jedoch nicht, dass langsame PCs gefeit vor Viren sind. Er zeigt nur, dass die Infektions-Wahrscheinlichkeit sinkt. Auf ein Antivirenprogramm sollten Sie deshalb aber keinesfalls verzichten!

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