Sicherheit

Trojaner gibt sich als Mail vom Bundeskriminalamt aus

Sonntag den 27.05.2012 um 14:03 Uhr

von Michael Söldner

Das Bundeskriminalamt warnt Nutzer vor einem gefährlichen Schadprogramm, das sich in einer E-Mail mit dem Absender des BKA versteckt.
Hacker überlegen sich immer neue Tricks, um ihre Schadprogramme auf den Rechnern unbedarfter Nutzer zu installieren und machen dabei selbst vor den Strafverfolgungsbehörden nicht Halt. Das Bundeskriminalamt warnt derzeit vor gefälschten E-Mails, in deren Anhang sich ein Trojaner versteckt. Interessanterweise werden diese Viren mit der Absenderadresse eben dieses Amtes verschickt.

Der Betreff der E-Mails lautet „BKA erdrückende Akte gegen ...“. In der digitalen Post versteckt sich ein gepacktes Archiv namens Akte.zip. Sobald der Anhang geöffnet wird, installiert sich der Trojaner und warnt per Pop-Up vor einer vermeintlichen Infektion mit einem Verschlüsselungstrojaner, den sich der Nutzer auf einer pornografischen Seite eingefangen haben soll. Zur Entfernung dieses Schadprogramms, das tatsächlich einige Bereiche der eigenen Festplatte verschlüsselt, sei ein kostenpflichtiges Sicherheitsupdate für 100 Euro notwendig.



Das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass man nicht der tatsächliche Absender dieser Mail sei. Vielmehr werden alle Nutzer dazu aufgerufen, den Anhang der Datei nicht zu öffnen, sondern sofort zu löschen.

Wo kommen Viren her?
Wo kommen Viren her?

Sonntag den 27.05.2012 um 14:03 Uhr

von Michael Söldner

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