28.07.2011, 18:03

Denise Bergert

Sicherheit

Stiftung Warentest bemängelt Datenschutz in App Stores

©Stiftung Warentest

In einer aktuellen Studie hat Stiftung Warentest die App Stores von Apple & Co. unter die Lupe genommen. Dabei konnte lediglich die Bestnote „befriedigend“ vergeben werden.
Mit den unterschiedlichen Betriebssystemen für mobile Endgeräte wächst auch die Auswahl an entsprechenden App Stores. Die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest haben sich unter anderem den Apple App Store, den Windows Phone Marketplace sowie den Android Market angeschaut und kamen dabei zu einem ernüchternden Ergebnis.

Unter den Gesichtspunkten Einkaufsabwicklung, Bedienerfreundlichkeit und Umgang mit den Nutzerdaten konnte das Portal lediglich „befriedigend“ als Bestnote vergeben. Platzhirsch Apple landet dabei auf dem undankbaren dritten Platz. Der Grund: Bei seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verliert sich das Unternehmen in schwammigen Datenschutz-Formulierungen oder gar unzulässigen Klauseln. Nutzer geben Apple mit ihrer Zustimmung sogar einen Freifahrtschein für den Umgang mit ihren persönlichen Daten.
Microsofts Windows Phone Marketplace kann den ersten Platz einheimsen, dicht gefolgt von Googles Android Market. Beide Angebote sorgen für mehr Transparenz im Paragraphen-Dschungel sowie den eigentlichen Apps. Viele Software-Anbieter verschaffen sich hier unrechtmäßigen Zugriff auf die Standort- oder Adressbuch-Daten des Nutzers. Stiftung Warentest empfiehlt in diesem Fall, Datenübertragung und GPS-Funktion nur einzuschalten, wenn es unbedingt notwendig ist.
Smartphone-Besitzer sollten laut dem Portal besonders darauf achten, auf welche Daten eine App zugreifen will. Vor dem Kauf gebe zudem die Bewertung und Beschreibung Hinweise auf die Seriosität der Anwendung. Auf dem letzten Platz landet übrigens die BlackBerry App World von RIM. Mit Mängeln in so gut wie allen Bereichen, bekommt der Store die Note 5,5.
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