03.05.2012, 18:56

Michael Söldner

Sicherheit

Skype weiß bereits seit 2010 von seiner IP-Sicherheitslücke

©skype.com

Die Betreiber von Skype sollen schon vor fast zwei Jahren über eine Schwachstelle in der Telefonie-Software informiert worden sein.
Durch eine Sicherheitslücke in dem mittlerweile zu Microsoft gehörenden Skype-Dienst können Hacker mit wenig Aufwand die aktuelle IP-Adresse von angemeldeten Nutzern ausspähen. Skype verspricht eine schnelle Behebung der Schwachstelle. Nun wurde bekannt, dass die Betreiber des Telefon-Dienstes schon vor mehr als einem anderthalben Jahr von Sicherheits-Experten auf das betreffende Datenleck aufmerksam gemacht wurden.

Demnach haben Forscher des französischen Instituts Inria sowie der New Yorker Universität bereits im November 2010 erhebliche Sicherheitslücken in Skype ausgemacht und die Betreiber darüber informiert. Ein aktueller Test der Wissenschaftler ergab, dass die betreffende Schwachstelle noch immer nicht gestopft wurde.
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Durch einen fingierten Anruf, über den der betreffende Nutzer nicht informiert wird, können Hacker noch immer auf die IP-Adressen des Angerufenen zugreifen. Auch in den mobilen Apps für Skype sei ein Ausnutzen der Schwachstelle möglich. Dort können durch stündliche Anrufe sogar Bewegungsmuster erstellt werden. Zusätzlich ergeben sich durch die Kenntnis über die aktuelle IP-Adresse weitere Möglichkeiten, um tiefer in das System eines Nutzers einzudringen.
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