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Microsoft kündigt Anti-Hacker-Fix-it für Internet Explorer an

19.09.2012 | 12:45 Uhr |

Eine schwerwiegende Zero-Day-Lücke macht das Surfen mit Microsofts Internet Explorer derzeit gefährlich. Das Unternehmen aus Redmond reagiert und will bald eine Lösung bereitstellen.

Erst vor kurzem ist eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Microsofts Internet Explorer 6, 7, 8 und 9 bekannt geworden. Der Angriffscode ist im Internet verfügbar; per Drive-by-Download kann man sich schon im Vorbeisurfen infizieren. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt und empfiehlt die Nutzung eines anderen Browsers. Der Internet Explorer 10 steht übrigens nicht auf der Liste der betroffenen Browser – Windows-8-User sind also sicher davor.

Microsoft will mit dem Schließen der gefährlichen Lücke nicht bis zum nächsten Patch Day warten. Die Redmonder planen darum ein Fix it in den nächsten Tagen zu veröffentlichen, das das Problem beheben soll. Im Blog-Eintrag versucht der Konzern zu beschwichtigen: Man habe erst ein paar Versuche gesehen, die Lücke auszunutzen und es sei nur eine sehr kleine Zahl von Leuten von den Versuchen betroffen gewesen. Trotzdem gehe man diesen proaktiven Schritt, um die Sicherheit der IE-User zu gewährleisten. Das Fix it soll ein One-Click-Programm werden, das sehr einfach zu installieren sei, verspricht Microsoft. Ein Neustart des Rechners sei nicht notwendig. Das Fix it soll außerdem nicht das Surfen beeinträchtigen und später soll dann ein Update folgen. Das Fix it garantiere aber vollen Schutz, sagt Microsoft.

Bis dahin empfiehlt Microsoft das „Enhanced Mitigation Experience Toolkit v3.0“ zu installieren. Das Gratis-Programm aktiviert zusätzliche Schutzwälle, die Hackern den Einbruch erschweren sollen. Alternativ stellen Sie im IE unter „Extra, Internetoptionen, Datenschutz“ den Schieberegler auf „Hoch“ – müssen dann aber mit herumzickenden Webseiten rechnen.

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