02.04.2012, 17:04

Denise Bergert

Sicherheit

Kreditkarten-Daten auf runderneuerten Xbox-Konsolen wiederherstellbar?

©Microsoft

Laut einer aktuellen Studie der Drexel University in Philadelphia können Kreditkarten-Daten von gelöschten Xbox-360-Festplatten wieder hergestellt werden. Microsoft sieht sich das mögliche Sicherheitsrisiko derzeit genauer an.
Wie die Forscher der Drexel University Philadelphia im Rahmen einer aktuellen Studie herausfanden, birgt der Verkauf von runderneuerten Xbox-360-Konsolen ein mögliches Sicherheitsrisiko. Bei einem Experiment gelang es den Wissenschaftlern mit einfachen Hacking-Tools Ordner und Dateien auf Xbox-360-HDDs wieder herzustellen, nachdem Sie den Reformatierungsprozess bei Microsoft durchlaufen hatten.

Microsoft reagierte heute umgehend auf die Vorwürfe, bezeichnete die Studie der Drexel University jedoch als „dubios“. Laut der offiziellen Stellungnahme werde Microsoft eine entsprechende Untersuchung zu dem möglichen Sicherheitsleck einleiten. Nötige Informationen zu der bei der Studie verwendeten Konsole seien jedoch bislang noch nicht an den Redmonder Konzern ausgehändigt worden.
Zudem halte es Microsoft für sehr unwahrscheinlich, dass über die Methode der Wissenschaftler auch Kreditkarten-Daten des Vorbesitzers wieder hergestellt worden seien. Die Konsole könne entsprechende Daten gar nicht lokal auf der Festplatte ablegen, so ein Sprecher. Wenn Microsoft alte Konsolen einem Refurbishing-Prozess unterziehe, würde die Festplatte und alle anderen Daten gelöscht. Microsoft könne seinen Kunden versichern, dass die Privatsphäre und der Datenschutz dabei sehr ernst genommen würden.
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