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Knapp 640 Millionen Nutzer surfen mit Risiko

02.07.2008 | 12:34 Uhr |

Sicheres Surfen ist zwar in aller Munde, doch über eine halbe Milliarde Nutzer navigiert noch mit veralteten Browsern durchs Web.

Eine Gruppe von Internet- und Sicherheitsexperten der Firmen Secunia, ETH Zürich, IBM ISS und Google haben herausgefunden, dass 637 Millionen Browser-Nutzer mit erhöhtem Risiko surfen. Die Ausgangssituation: Die Forscher wollten herausfinden, wieso neuerdings Attacken von Cyber-Kriminellen auf Browser so erfolgreich sind. Die Forscher argumentieren in ihrem Sicherheitsbericht, dass allumfassend 40 Prozent der Nutzer veraltete und somit unsichere Versionen von Web-Browsern verwenden. Der Marktführer und Microsoft-Browser Internet Explorer ging dabei als am unverträglichsten hervor.

Die Daten haben die Experten Mitte Juni 2008 erhoben. Die erfassten Nutzer von Browsern teilen sich wie folgt: 78 Prozent verwenden den Internet Explorer, 16 Prozent den Firefox, 3 Prozent Safari und 0,8 Prozent Opera. Erschreckend: Allein 48 Prozent der Nutzer haben eine veraltete Version des Internet Explorers verwendet - entweder eine ältere Ausgabe des IE7 oder sogar noch die Vorgängerfassung IE6. Ein maßgeblicher Grund für den Einsatz veralteter Versionen sei die Art und Weise wie die Hersteller Updates für ihre Browser veröffentlichen. Microsoft beispielsweise bietet den IE7 derzeit zwar über die Auto-Update-Funktion im Rahmen des Patch Days an, doch eine Vielzahl an Nutzern lehnt diese Option ab und surft weiterhin über den IE6. Hinweis: Mögliche Sicherheitslücken über Add-ons werden in der Studie nicht in Betracht gezogen.

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