02.05.2012, 19:28

Michael Söldner

Sicherheit

Inoffizielles Skype-Tool zeigt IP-Adressen der Mitglieder

©skype.com

Mit einem Zusatztool lassen sich IP-Adressen von Skype-Nutzern auslesen, auch wenn diese gar nicht zur eigenen Kontaktliste gehören.
Die Telefonie-Software Skype sieht sich aktuell mit einem neuen Sicherheitsrisiko konfrontiert: Durch ein Hacker-Programm ist es möglich, die IP-Adressen von angemeldeten Mitgliedern auszulesen, ohne diese vorher um eine Aufnahmeerlaubnis in die eigene Kontaktliste zu bitten. Der Softwarehersteller will diesem Sicherheitsrisiko auf den Grund gehen und so schnell wie möglich ein Update anbieten.

Schon im Oktober 2011 wurde ein Forschungspapier vorgelegt, das aufzeigte, wie die IP-Nummer eines Skype-Nutzers ohne dessen Wissen ausgelesen werden konnte. Das zu Microsoft gehörende Unternehmen verspricht schnelle Schutzmaßnahmen, um auch diese neue Lücke zu stopfen. Skype nutzt für seine Internet-Telefonate das Peer-to-Peer-System und eine eigene Verschlüsselungstechnologie. Diese ist jedoch nicht offen einsehbar und kann daher auch nicht durch unabhängige Prüfungen verbessert werden.
Ratgeber VoIP - Skype Alternativen

Durch das Auslesen einer IP-Adresse lassen sich private Daten wie der ungefähre Standort des jeweiligen Nutzers sowie sein gewählter Service Provider ermitteln. Durch die Verwendung eines VPN-Tunnels lässt sich die eigene IP-Adresse verschleiern, auch das kostenlose TOR-Netzwerk erlaubt anonymes Surfen im Internet.
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