Brauche ich bei Vista einen Antispyware-Schutz?
Windows Defender übernimmt den Schutz vor Spyware und ist nunmehr auch Teil des Betriebssystems. Generell gilt, dass es besser ist, sich nicht nur auf eine Antispyware-Lösung zu verlassen, weil der manchmal was entwischen kann. AdAware & Co. haben also auch unter Windows Vista weiterhin ihre Daseinsberechtigung.
Wie sieht der Antiviren-Schutz in Windows Vista aus?
Schlecht – es gibt nämlich gar keinen!
Warum nicht?
Einige behaupten, Microsoft hätte Angst vor Problemen mit der EU (Stichwort: Kartellrecht). Andere sind der Meinung, dass ein eingebauter Virenschutz in Windows Vista die Verkäufe von Microsofts neuem Windows Live OneCare hätte bremsen können, das pünktlich mit dem Vista-Start erhältlich ist.
Funktioniert meine bisherige Antiviren-Software unter Vista?
Eher nicht. In der Regel werden Sie ein Update benötige, dass aber mit Verfügbarkeit von Windows Vista erhältlich sein sollte. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, immer eine Antivirensoftware einzusetzen.
Gibt es kostenlosen Virenschutz für Vista?
Ja – Avast kann hier als Beispiel aufgeführt werden.
Schützt mich Vista vor Phishing?
Ja – das wird durch den Internet Explorer 7 erreicht, der aber auch für XP verfügbar ist.
Ist die Benutzerkontosteuerung wirklich so nervig, wie alle sagen?
Die kurze Antwort: Ja – sie nervt.
Dient sie wenigstens der Sicherheit?
Und damit kommen wir zur langen Antwort: Ja! Sie verhindert, dass Malware ohne ihr Einverständnis Änderungen am System vornehmen kann. Daher empfehlen wir Ihnen, die Benutzerkontosteuerung nicht zu deaktivieren, sondern sich daran zu gewöhnen. Das mag zwar schwer fallen, aber mit der Zeit wird sich das ändern.
Ich bin aber ein Profi – kann ich die Benutzerkontosteuerung deaktivieren?
Nun gut. In der Systemsteuerung unter Benutzerkonten können Sie die Benutzerkontensteuerung für jeden Anwender ein- und ausschalten. Anschließend erscheint dann (zum letzten Mal) die Aufforderung, die gewünschte Aktion doch bitte zu bestätigen. Die Benutzerkontosteuerung auszuschalten ist beispielsweise für Rechner interessant, die sowieso nicht am Internet angeschlossen sind. Ansonsten empfiehlt es sich nur für fortgeschrittene Anwender, die wirklich alle Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit ja nicht die Sicherheit des Betriebssystems kompromittiert wird. Allein der Grund „es nervt“ sollte nicht zum Ausschalten der Funktion führen.
Wie wurde Windows Vista noch in punkto Sicherheit verbessert?
Es gab viele Änderungen unter der Haube, die man als Anwender gar nicht mitkriegt. Dazu gehört beispielsweise, dass Windows Vista es Applikationen nicht mehr erlaubt, einfach Dateien in Systemverzeichnisse zu schreiben. Stattdessen wird diesen Applikationen einfach vorgegaukelt, sie hätten ein Schreibrecht in das Verzeichnis, die Datei landet aber in Wirklichkeit in einem völlig anderen Ordner und wird nur dann aufgerufen, wenn die betreffende Applikation sie benötigt. Das gilt auch für Schreibrechte in die Registry. Auch hier regelt Windows Vista für jede Applikation, wo genau sie etwas reinschreiben darf und wo nicht.
Damit wird auch auf clevere Art und Weise ein Problem aus der Welt geschaffen, dass Windows XP-Anwender kennen: Applikation A schreibt DLL ins Systemverzeichnis, Applikation B braucht aber eine andere Version der gleichnamigen DLL und überschreibt die alte Datei einfach, mit der Folge, das Applikation A nicht mehr starten will. Das gehört in Windows Vista der Vergangenheit an. Jede Applikation schreibt ihre DLL-Dateien zwar aus ihrer Sicht in das Systemverzeichnis, Vista fängt diese Dateien aber ab und speichert sie ganz wo anders. Somit können unterschiedliche Versionen ein und derselben DLL auf einem System abgelegt werden und müllen zudem nicht das Systemverzeichnis zu.
Mit Schattenkopien ist Windows Vista zusätzlich in der Lage, mehrere Versionen derselben Datei oder des Dokuments zu verwalten. Hat sich ein Fehler in eine Datei eingeschlichen, dann kann sie durch eine frühere Version ersetzt werden.
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