17.02.2012, 13:29

Panagiotis Kolokythas

Sicherheit

Google Chrome erhält einen Passwort-Generator

Chrome erhält Passwort-Generator

Google Chrome wird künftig einen Passwort-Generator besitzen, der Usern dabei helfen soll, sichere Passwörter zu verwenden. Ein Blick auf die Vorteile und Risiken.
Google wird seinem Browser Chrome einen Passwort-Generator spendieren, den die Anwender in Verbindung mit dem bereits eingebauten Passwort-Manager nutzen können, um automatisch sicherere Passwörter erstellen zu können. Laut dieser Projekt-Seite bei Google befindet sich die neue Funktion derzeit noch in der frühen Entwicklungsphase.
Wie die Google-Entwickler erläutern, ist es die größte Herausforderung die Algorithmen zu entwickeln, mit denen künftig möglichst zuverlässig Eingabefelder auf Websites erkannt werden können, damit dort der Passwort-Generator zum Einsatz kommen kann. In dem identifizierten Passwort-Feld, so sehen es derzeit die Design-Vorschläge vor, soll am rechten Rand ein kleines Schlüsselsymbol eingeblendet werden. Der Anwender kann nun in dem Passwort-Feld manuell ein gewünschtes Passwort eingeben oder auf das Schlüsselsymbol klicken.

So funktioniert der Passwort-Generator

Klickt er auf das Schlüsselsymbol, dann öffnet sich eine kleine Sprechblase, in der der Passwort-Generator ein zufälliges Passwort generiert. Mit einem Klick auf "Try it" kann dieses Passwort dann in das Passwort-Feld übernommen werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, auf einen Reload-Button zu klicken, um ein neues Passwort automatisch erstellen zu lassen. Übernimmt der Anwender das vom Passwort-Generator vorgeschlagene Passwort, dann wird dieses Passwort über den Passwort-Manager von Google Chrome automatisch über alle Rechner hinweg synchronisiert. Die Authentifizierung des Users erledigt wie gewohnt der Browser.
Das vom Passwort-Generator automatisch erstellte Passwort befolgt alle gängigen Ratschläge von Experten. So werden kleine und große Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen verwendet, um ein möglichst starkes Passwort zu generieren. Um das in dem Bild als Beispiel zu sehende Passwort ("hbXX#2opz7^") zu knacken, wären laut dem Passwort-Check des Datenschutzbeauftragten Kanton Zürich immerhin 98.363.694.380.865.580.250.617 Tests notwendig, was bei einer Million Tests pro Sekunde rund 3.119.092.288 Jahre in Anspruch nimmt.

Vorteile und Risiken für Anwender
Letztendlich ist es auch ein Ziel der Entwickler, einen möglichst einfach zu bedienenden und zuverlässig arbeitenden Passwort-Generator zu entwickeln, damit ihn möglichst viele Nutzer auch verwenden. Computer-Nutzer neigen nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit dazu, möglichst einfache Passwörter zu erstellen, sondern nutzen die gleichen Passwörter auch noch für verschiedene Internet-Dienste.
Kehrseite der Medaille: Versäumt es Google, die Browser-Authentifizierung absolut sicher halten, könnten Angreifer über ein Knacken der Browser-Authentifizierung an alle Passwörter der User gelangen. Für Google und vor allem die Nutzer wären dies der absolute Datenschutz-Gau.
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