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Sicherheit

Gelöschte Facebook-Fotos nach Jahren immer noch online

06.02.2012 | 17:46 Uhr |

Der Social-Network-Gigant räumt Fehler beim Speichern von Foto-Inhalten ein. Nutzer-Anfragen zur Löschung von Bildern werden demnach meist erst nach Monaten bearbeitet.

Ganze drei Jahren nachdem das Branchen-Magazin Arstechnica Missstände beim Umgang mit Löschungsanfragen für Fotos im sozialen Netzwerk Facebook aufgedeckt hatte, hat sich so gut wie Nichts auf Seiten des Netzwerk-Betreibers getan. Fotos, die von Nutzern gelöscht wurden, sind auch meist nach Monaten noch über Direktlinks zu erreichen. Facebook bezog nun Stellung zum Sachverhalt und räumte ein, auf Löschungsanfragen oft nicht in einem angemessenen Zeitrahmen reagiert zu haben. Die entsprechenden Bilder verschwinden zwar per Klick meist umgehend aus dem Profil, mit einem entsprechenden Link können sie jedoch noch immer aufgerufen werden.

Facebook verspricht in diesem Bereich Besserung. Derzeit arbeite das Unternehmen an einem neuen System, das Löschungen sehr viel schneller und endgültig durchführen könne. Wie Facebook-Sprecher Frederic Wolens gegenüber Arstechnica bestätigte, werden entsprechende Anfragen in Zukunft innerhalb von 45 Tagen bearbeitet. Aktuell migriert Facebook alle Nutzer-Fotos vom anfälligen alten System auf neue Server. Dieser Prozess werde laut Wolens noch rund zwei Monate in Anspruch nehmen. Nach dem Umzug sollen jedoch keine alten und bereits seit Jahren gelöscht geglaubte Bilder mehr über die Website zu finden sein.

Facebook-Lücke erlaubt Zugriff auf private Fotos

Es bleibt abzuwarten, ob Facebook den eigenen Zeitplan einhalten kann und Nutzer peinliche Foto-Erinnerungen bis zum Sommer 2012 tatsächlich ohne Spuren im sozialen Netzwerk löschen können.

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