Sicherheit

Gefährliche Malware: Vorsicht vor Adobe-Software Upgrade-Mails

Donnerstag, 08.12.2011 | 14:24 von Christoph Supguth
Gefährliche Malware ZeuS verbreitet sich über angebliche Adobe Update-Mail.
Vergrößern Gefährliche Malware ZeuS verbreitet sich über angebliche Adobe Update-Mail.
© Polylooks / Adobe
Cyberkriminelle spammen derzeit einen neuen Malware-Angriff. Die Schadsoftware befindet sich als Anhang in Mails, welche sich als Updates für Adobe-Software auszeichnen.
Internetkriminelle verbreiten derzeit einen gezippten ZeuS-Trojaner. Dafür versenden sie Mails, die sich als Ankündigung eines Updates für die Adobe-Software Adobe Reader X und Acrobat X tarnen. Weniger technisch versierte Nutzer könnten so glauben, die E-Mail sei legitim und holen sich den gefährlichen Trojaner auf ihren Rechner.

Der Trojaner ZeuS treibt bereits seit längerem sein Unwesen im Internet und hat schon so einige Online-Banking-Konten leer geräumt. Die Schadsoftware gilt als besonders hartnäckig. Viele Anti-Virus-Programme sind bisher daran gescheitert den Trojaner abzuwehren, obwohl der Quellcode bereits seit längerem im Internet einsehbar ist. Deshalb gilt ZeuS als eines der derzeit gefährlichsten Schadprogramme, der nicht nur Windows-Rechner, sondern auch in der vereinfachten Variante namens ZitMo (ZeuS in the Mobile) Android-, Symbian- und Windows Mobile-Smartphones befällt ( wir berichteten im August ). Das Sicherheits-Unternehmen G Data hat kürzlich sogar eine spezielle Sicherheits-Software veröffentlicht, die vor diesen Online-Banking-Trojanern schützen soll.


Adobe versendet niemals Software-Updates via E-Mail. Löschen Sie solche Mail sofort ohne diese zu öffnen. Verwenden Sie nur Updates, die Sie direkt im Download-Bereich der Adobe-Webseite oder von pcwelt.de herunterladen. Zusätzlich aktivieren Sie in Ihrem Adobe Reader X den geschützten Modus. Dieser schränkt den PDF-Systemzugriff ein und schützt so zusätzlich vor schädlichen Quellcodes.

Nutzer des Adobe Reader X gehen dafür über „Bearbeiten“„Voreinstellungen“"Sicherheit (erweitert)" und aktivieren auf der linken Seite „Erweiterte Sicherheit aktivieren“ .

Nutzer des Adobe Acrobat Reader X gehen genauso über „Bearbeiten“„Voreinstellungen“„Sicherheit (erweitert)“ und aktivieren „Erweiterte Sicherheit aktivieren“ . Zudem aktivieren Sie im Abschnitt „Vertrauenswürdige Sites“ die Option „Nur sichere Verbindungen (https:)" .

Adobe gab bekannt, dieses Problem mit dem nächsten vierteljährlichen Sicherheits-Update (10. Januar 2012) zu beheben.

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Donnerstag, 08.12.2011 | 14:24 von Christoph Supguth
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