03.11.2011, 17:29

Denise Bergert

Sicherheit

Facebook verfolgt Nutzer und erstellt Bewegungsprofile

©Facebook

Auch nach der Abmeldung bei Facebook kann das soziale Netzwerk die Surf-Gewohnheiten seiner Nutzer durch zwei besonders hartnäckige Cookies noch weiter verfolgen.
Nachdem eine US-Universität bereits vor wenigen Tagen im Rahmen eines Experiments eine Hacker-Attacke auf Facebook startete, bei der 250 GigaByte an privaten Daten entwendet werden konnte, sorgt eine aktuelle Studie des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit heute ebenfalls für Aufsehen. Die Ergebnisse eines Tests ergaben dabei, dass Nutzer, die ihren Facebook-Account gelöscht haben, trotzdem weiterhin von dem sozialen Netzwerk verfolgt werden können.

Verantwortlich dafür sind die beiden Cookies „datr“ und „lu“, die rund zwei Jahre im Browser der Nutzer gespeichert werden. Mit Hilfe der „Kekse“ kann Facebook die entsprechenden Mitglieder jederzeit identifizieren, auch wenn sie gar nicht bei Facebook eingeloggt sind. Die Erkennung erfolgt über so genannte Social Plugins, die mittlerweile auf zahlreichen Websites zu finden sind. Über diese kann das Surf-Verhalten der Facebook-Nutzer genauestens dokumentiert werden.
In den vergangenen Wochen hatte sich Facebook für den Einsatz der Cookies gerechtfertigt und behauptet, die Tools dienten dazu, Nutzer vor Schadsoftware zu schützen und seien für spezifische Facebook-Features notwendig. Der aktuelle Prüfbericht zeigt jedoch, dass die beiden Cookie-Typen weder vor Hacker-Angriffen auf Konten schützen, noch für die Registrierung oder die „Angemeldet bleiben“-Funktion notwendig sind. Die Vermutung liegt also nahe, dass das soziale Netzwerk die Cookies einsetzt, um Bewegungsprofile seiner Nutzer für Marketing-Zwecke anzulegen.
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