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FBI warnt vor neuer Sturm-Wurm-Attacke

31.07.2008 | 15:31 Uhr |

Das Sturm-Wurm-Botnetz lockt mit neuen Spam-Mails, die Presseberichte über Ermittlungen des FBI gegen das soziale Netzwerk Facebook aufgreifen.

In einer Meldung erklärten das FBI und seine Partnerorganisation Internet Crime Complaint Center ( IC3 ), sie hätten Hinweise auf Spam-Mails erhalten, die den Sturm-Wurm verbreiten. Die Mails locken mit der Formulierung „F.B.I vs. Facebook“ und einem Link, der angeblich zu einem entsprechenden Artikel führt. Tatsächlich werde durch einen Klick auf den Link aber die Sturm-Wurm-Malware heruntergeladen, die den Rechner in das Botnetz einbindet. Das IC3 veröffentlichte heute eine ähnliche Warnung .

In der Vergangenheit wurde der Sturm-Wurm auch durch Urlaubs-Grußkarten verbreitet. Empfänger wurden dabei aufgefordert, in der Mail auf einen Link zu klicken, um die E-Card zu erhalten. Stattdessen wurden ihre Rechner infiziert und Teil des Botnets, dessen Betreiber die PCs für ihre Zwecke nutzten.

Cathy Milhoan, eine Sprecherin des FBI, erklärte, dass Leser der IC3-Website auf die jüngste Attacke hingewiesen hätten. Dort werden entsprechende Meldungen gesammelt und ausgewertet. Wie viele Berichte über die aktuelle Spamwelle eingegangen sind, war ihr nicht bekannt. Das FBI rät Empfängern derartiger Mails dringend, sie zu ignorieren und nicht auf enthaltene Links zu klicken.

„Die Spam-Verbreiter haben es auf Internetnutzer abgesehen. Sie wollen deren Rechner unbemerkt in ihre Bot-Net-Aktivitäten einbinden“, erklärte Richard Kolko, ein Sprecher des FBI, in einer Stellungnahme. „Wir rufen dazu auf, die Verbreitung solcher Botnetze zu verhindern, indem man sich umfassend über das Internet und seine Gefahren informiert. Wer ein paar einfache Sicherheitsregeln beachtet, sorgt dafür, dass sein Computer nicht infiziert wird.“

Das IC3 wurde vor acht Jahren gegründet, um Berichte über Online-Betrügereien zu prüfen. Es wird gemeinsam vom FBI und dem National White Collar Crime Center betrieben. Das IC3 leitet relevante Informationen an Strafverfolgungsbehörden weiter und beobachtet aktuelle Trends in der Cyberkriminalität.

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