Sicherheit

Experten warnen vor Hacker-Angriffen auf zivile Ziele

Sonntag, 24.07.2011 | 14:06 von Denise Bergert
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© Anonymous
In den vergangenen Wochen war es Hackern gelungen in die Server des Zolls, der NATO sowie zahlreicher Unternehmen einzudringen. Angriffe auf zivile Ziele hätten laut des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz jedoch sehr viel fatalere Folgen.
Die Hacktivisten-Gruppen Anonymous, No Name Crew und LulzSec hatten in den vergangenen Wochen immer wieder mit Hacker-Angriffen auf Unternehmens-Websites auf sich aufmerksam gemacht. Zuletzt gelang es den virtuellen Freiheitskämpfern sogar, sensible Daten vom Zoll sowie der NATO zu stehlen. Bislang dienen die Aktionen dazu, bestimmte Institutionen und Firmen bloßzustellen. Terroristen könnten mit entsprechenden Aktionen jedoch noch viel mehr Schaden anrichten.

Wie Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz, gegenüber dem Focus bestätigte, wären die Auswirkungen vor allem bei Angriffen auf zivile Ziele mehr als fatal. Besonders gefährdet seien der Luftverkehr, Krankenhäuser oder auch Atomkraftwerke und Stromnetze. Sollte es Hackern gelingen, die Stromversorgung flächendeckend zu deaktivieren, werde die Gesellschaft innerhalb von nur 24 Stunden in die Knie gezwungen, so Unger.

Welche Arten von Hackern gibt es?

Gegen Cyber-Attacken könne sich Deutschland jedoch nicht zuverlässig wappnen, denn laut Unger sei es unmöglich, ein Netzwerk hundertprozentig abzusichern. Sollten Terroristen ernsthaften Schaden anrichten wollen, müssten sich ihre Angriffe auf die Sabotage von sicherheitskritischen Einrichtungen in privater Hand beziehen. Erklärte der IT-Experte Arne Schönbohm gegenüber dem Focus.

Anonymous wird selbst zum Opfer einer Hacker-Attacke

Erst im Juni 2011 hat das Nationale Cyber-Abwehrzentrum in Bonn seinen Betrieb aufgenommen. Die Plattform soll mit Hilfe von zahlreichen Experten, Angriffe aus dem Internet analysieren und abwehren. Neben den Interessen von Wirtschaftsunternehmen schützt das Zentrum auch die Bundesregierungs-Netze.

Sonntag, 24.07.2011 | 14:06 von Denise Bergert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • deoroller 10:08 | 25.07.2011

    Manche Admins sichern ihre Server so, wie ein Autofahrer, der das Auto zwar abschließt, den Schlüssel aber auf dem Autodach liegen lässt. Am besten dann noch die Geldbörse dazu liegen lassen. Da geht dann keiner ran, weil es verboten ist. :aua:

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  • ch4r0n 09:59 | 25.07.2011

    Experten warnen vor Angriff auf zivile Ziele

    lol...Eure 15 "illegalsten Hackertools" sind ja mal der Hammer. Echt up to date und extrem illegal Vielleicht sollte sich Unger nebst seinen Experten vom Focus mal mit den Zielen der genannten Gruppen auseinander setzen, bevor er irgendwelche Panikmeldungen unter die Bevölkerung streut. Angst brauchen nur diejenigen haben, die ihre schmutzigen Machenschaften vor der Welt verbergen müssen. [IMG]http://www.populeer.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/icon-guy-fawkes.png[/IMG] [COLOR="Red"]Link entfernt, bitte Forenregeln beachten! - Hascheff, Moderator[/COLOR]

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