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Deutsche Behörden an Googles Nutzerdaten interessiert

26.10.2011 | 19:33 Uhr |

Im aktuellen Ranking in Bezug auf die Häufigkeit von Abfragen von Google-Nutzerdaten landet Deutschland unter den Top5.

Durch die tägliche Nutzung von Google-Diensten sammeln sich auf den Servern des US-Konzerns enorme Mengen von Anwender-Daten an. Hier werden von Suchanfragen, über Email-Kommunikation bis hin zu Browser-Verläufen so gut wie alle Details gespeichert. Von diesem Fundus wollen nun zunehmend auch Behörden profitieren.

Google hat heute aktuelle Statistiken zur Häufigkeit derartiger Anfragen veröffentlicht – mit einem überraschenden Ergebnis. 2011 schlägt in Hinblick auf die Gesamtanzahl der Anfragen die Vorjahre um Längen. Im Rahmen einer Steigerung von 38 Prozent wurden allein von Deutschland insgesamt 1.060 Anfragen gestellt. 1.759 Google-Nutzer waren von ihnen betroffen. Beruhigend: Google gewährte nur in 67 Prozent der Fälle Einblick in die persönlichen Daten, die das Unternehmen über die entsprechenden Nutzer gesammelt hatte.

Im Ländervergleich landen deutsche Behörden mit ihrem ausgeprägten Interesse an Google-Nutzern auf dem fünften Rang. Die Pole Position belegen die USA mit insgesamt 5.950 Anfragen, gefolgt von Indien mit 1.739, Frankreich mit 1.300 und Großbritannien mit 1.273. Google ist bislang der einzige Internet-Dienstleister, der entsprechende Statistiken veröffentlicht. Ein Blick hinter die Kulissen von Facebook  würde sicherlich ebenso interessante Zahlen zutage fördern.

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