20.09.2011, 17:37

Denise Bergert

Sicherheit

Cyber-Attacke gegen japanischen Waffen-Konzern

Mitsubishi Heavy Industries (MHI) wurde Opfer eines Hacker-Angriffs bei dem empfindlichen Daten über Raketen, U-Boote und Kernkraftwerke gestohlen werden sollten.
Wie der japanische Waffen-Konzern Mitsubishi Heavy Industries heute bestätigte, wurden im vergangenen Monat mehr als 80 Viren auf den Servern des Unternehmens gefunden. Laut Regierungsangaben seien dabei keine empfindlichen Daten gestohlen wurden, das Verteidigungsministerium ordnete jedoch Ermittlungen bei MHI an.

Der japanische Verteidigungsminister Yasuo Ichikawa bezog heute Stellung im Rahmen einer Pressekonferenz und erklärte, dass es den Angreifern nicht gelungen sei, an empfindliche Details zu den Waffen-Systemen des Konzerns zu kommen. MHI sei nun angewiesen worden, seine Sicherheitsmechanismen zu überprüfen. Laut Ichikawa werde die Regierung das weitere Vorgehen überwachen. Alle Vertragspartner von MHI werden weiterhin dazu aufgerufen, umgehend Regierungsstellen zu kontaktieren, sollten sie den Verlust von geheimen Informationen feststellen.
Die Cyber-Attacke ist die erste ihrer Art, die sich gegen Japan richtet. Wie ein MHI-Sprecher bestätigte, habe es sich dabei um so genannte Spear-Phishing-Angriffe gehandelt. Hier bekommen die Opfer personalisierte Nachrichten, die sie auf eine gefälschte Website locken sollen, um dort ihre Login-Daten preiszugeben. Weder MHI noch die japanische Regierung wollten bislang Angaben zu den möglichen Angreifern machen. Laut einer japanischen Zeitung habe man in dem eingeschleusten Schadcode jedoch chinesische Skript-Sprache entdeckt. China wies eine Beteiligung an den Angriffen heute zurück.
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