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Android 4.2 prüft Apps vor der Installation auf Schadsoftware

15.11.2012 | 18:04 Uhr |

Mit einer neuen Sicherheitsprüfung in Android 4.2 will Google die Verbreitung von Schadsoftware auf Smartphones und Tablet-PCs weiter eindämmen.

Googles Android ist das mobile Betriebssystem auf dem sich die meiste Schadsoftware tummelt. Um Nutzer des OS besser schützen zu können, installierte der Suchmaschinen-Riese vor wenigen Monaten die Scanner-Software Bouncer in seinem Android-App-Store. Das Tool soll Malware erkennen und aus dem App-Shop entfernen. Viele Schadsoftware-Anwendungen werden jedoch außerhalb des Play Store, beispielsweise über Websites verbreitet. Diesen sagt Google nun mit einer neuen Sicherheitsprüfung in Android4.2 den Kampf an.

Die neuste Version des mobilen Betriebssystems prüft Anwendungen, die nicht über den Play Store bezogen wurden, vor der Installation auf mögliche Sicherheitsrisiken. Die Funktion trägt den Namen „Apps verifizieren“ und ist nach dem Android-Update auf Version 4.2 standardmäßig aktiviert.

Fast ein Viertel aller Android-Apps gilt als potenziell gefährlich

Um die Software auf Schadcode untersuchen zu können, müssen Tablet- und Smartphone-Besitzer jedoch der Übermittlung ihrer Daten an Google zustimmen. Hierbei werden unter anderem die Android-Version, die Geräte-ID, Cookies, die IP-Adresse und die zur App gehörende URL weitergeleitet. Durch eine einmalige Zustimmung wird dieser Vorgang ohne erneute Nachfrage bei jeder weiteren App wiederholt. Stellt die Überprüfung möglichen Schadcode fest, erhält der Android-Nutzer eine Warnung. Kann die Malware eindeutig identifiziert werden, verhindert Android die Installation. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Google mit dieser Vorgehensweise die Verbreitung von Schadsoftware auf seinem mobilen OS signifikant wird eindämmen können, da Android 4.2 bislang nur auf sehr wenigen Endgeräten installiert ist.

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