13.05.2011, 10:23

Panagiotis Kolokythas

Sicherheit

14 von 1000 Windows-XP-Rechnern sind infiziert

14 von 1000 Rechnern mit Windows XP SP3 waren im vierten Quartal 2010 mit einem Schädling infiziert. Bei aktuellen Windows-Betriebssystemen ist die Infektionsrate deutlich niedriger.

Die Malware-Infektionsrate bei Rechnern mit Windows 7 ist in der zweiten Jahreshälfte 2010 um 30 Prozent gestiegen. In der gleichen Zeit sank die Infektionsrate von XP-Rechnern um 20 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die das Microsoft Malware Protection Center (MMPC) nun veröffentlicht hat. Der Anstieg der Infektionen bei Windows 7 lässt sich dadurch erklären, dass immer mehr Malware das Betriebssystem angreifen.
In der zweiten Jahreshälfte 2010 waren von 1000 Windows 7 32-Bit-Rechnern ungefähr vier Rechner infiziert. In der ersten Jahreshälfte 2010 lag die Infektionsrate bei Windows 7 32-Bit noch bei 3 von 1000 Rechnern. Bei Windows 7 64-Bit lag die Infektionsrate im gesamten Jahr 2010 bei 2,5 von 1000 Rechnern.
Die Zahlen basieren auf Microsofts Anti-Malwaretool, das jeden Monat zum Patch-Day in einer neuen Version erscheint. Die Verbreitung des Tools erfolgt monatlich via Windows Update. Das Anti-Malwaretool von Microsoft kann Schädlinge entdecken und vom System entfernen. Dazu zählen Malware, gefälschte Antiviren-Programme, Würmer, Viren und Trojaner.
Auch bei Windows Vista SP2 wurde ein Anstieg der infizierten Rechner gemessen. Im dritten Quartal 2010 waren 6 von 1000 Rechnern infiziert. Im dritten Quartal stieg die Rate auf 8 von 1000 Rechnern, während im vierten Quartal wieder ein leichter Rückgang gemessen wurde.
Nur bei Windows XP wurde 2010 ein Rückgang der Infektionsrate gemessen. Im ersten Quartal 2010 waren 18 von 1000 Rechnern mit Windows XP SP3 infiziert. Im vierten Quartal sank die Rate auf 14 von 1000 Rechnern. Der Rückgang bei Windows XP sorgte dafür, dass auch die Infektionsrate über alle Windows-Versionen betrachtet im vergangenen Jahr sank. Diese lag im ersten Quartal bei 10,8 von 1000 Windows-Rechnern und fiel im vierten Quartal auf 8,7 infizierte Windows-Rechner von 1000.
Microsoft weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es unwahrscheinlicher ist, dass ein Rechner mit Windows 7 oder Windows Vista von einer Malware befallen wird, als ein Rechner, auf dem Windows XP SP3 läuft. So lag die durchschnittliche Infektionsrate bei Rechnern mit Windows XP SP3 im Jahr 2010 bei 15,9 von 1000 Rechnern und damit fünf Mal höher als bei Windows 7 und doppelt so hoch wie bei Windows VIsta SP2.
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