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Sicherer Surfen mit Schutzpatron

07.02.2001 | 16:11 Uhr |

Die Zeit, in der sich jeder noch ohne seelischen Beistand den Gefahren des Internet aussetzen musste, scheint bald vorbei zu sein. Der Vatikan meint, einen geeigneten Kandidaten für den Posten des Schutzpatrons für Internet-Nutzer gefunden zu haben: Isidor von Sevilla. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Bisher mussten Internet-Nutzer ohne kirchliche Beistand auskommen, doch Rettung naht. In der Frage, wer diese Aufgabe übernehmen und Schutzpatron der Internetgemeinde werden soll, hat sich nun der Papst hervorgetan. Johannes Paul II. favorisiert Isidor von Sevilla für den Posten des Schutzpatrons der Internetsurfer und Programmierer.

Isidor von Sevilla (560 - 636) hat allerbeste Chancen. Mit seinem 20-bändigen Werk "Etymologiae" hat er sich für diesen Posten bestens qualifiziert. Dabei handelt es sich um ein Nachschlagewerk, das - ähnlich einer Datenbank - Informationen über Medizin, Mathematik, Geschichte und Theologie bereithält.

Allerdings steht Isidor mit seiner Kandidatur nicht allein da. Spanische Surfer haben schon seit einiger Zeit San Pedro Regalado für diesen Posten im Auge, katalanische Internetnutzer hingegen haben sich bereits entschieden: Santa Clara soll die Schutzpatronin sein. Sie hat sogar schon eine eigene Web-Seite, auf der sündige Nutzer in einer virtuellen Kapelle per Mausklick die Absolution für das Besuchen einschlägiger Seiten, Raubkopien oder Mail-Bomben erhalten. Zusätzlich hilft die Heilige auch bei Computerproblemen.

Starke Konkurrenz also für Isidor von Sevilla, doch noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Man darf gespannt sein, wer sich letztendlich durchsetzen wird. (PC-WELT, 07.02.2001, ml)

Biographie des Isidor von Sevilla

San Pedro Regalado

Kapelle der Santa Clara

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