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Firefox 3.6 soll absturzsicherer werden

19.11.2009 | 15:48 Uhr |

Firefox 3.6 soll deutlich stabiler laufen als sein Vorgänger – dank eines restriktiveren Umgangs mit den beliebten Firefox-Addons. Gut für die Anwender, einige Addon-Programmierer müssen aber umdenken.

Firefox lässt sich dank der unzähligen kostenlosen Addons/Erweiterungen zur eierlegenden Wollmilchsau ausbauen. Doch diese Offenheit hat auch einen Nachteil: Unsauber programmierte Addons können Firefox abstürzen lassen. Dieses Problem wollen die Entwicker bei Firefox 3.6 vermeiden oder zumindest deutlich vermindern.

Die Lösung dafür heißt Component Directory Lockdown – in Firefox 3.6 wird also der Ordner "Component" für Software von Drittanbietern, also vor allem für Addon-Programmierer, gesperrt. Nur noch Firefox selbst kann auf den Ordner Component zugreifen (der einen Teil des Codes von Firefox enthält). Damit löst Mozilla.org ein ernstes Problem: Denn der Anwender kann solche Erweiterungen, die sich direkt im Verzeichnis Component eingenistet haben, beispielsweise nach einem Firefox-Update nicht mehr abschalten, falls die Erweiterung zur neuen Firefox-Version nicht mehr kompatibel ist. Was wiederum fatale Folgen für die Stabilität des Browsers haben kann.

Alle Addons, die bisher Zugriff auf Components hatten und direkt ihren Code in diesem Ordner platzierten, können in Firefox 3.6 nur noch den offiziellen Weg für die Integration in Firefox nehmen, den Mozilla.org vorgesehen hat: Nämlich die Integration als XPI-Datei über die Addon-Verwaltung. Wird ein Addon über diesen standardmäßigen Weg in Firefox integriert, kann es der Anwender über die Addonverwaltung administrieren, abschalten und auch wieder entfernen.

Umwege, die den Anwender keinen Einfluss auf das Addon erlauben, wie es eben bei der direkten Installation im Ordner Component der Fall ist, sind damit nicht mehr möglich. Das soll die Stabilität und Sicherheit von Firefox deutlich verbessern. Für den Anwender ändert sich dadurch allerdings nichts, ganz im Gegenteil: Der Benutzer von Firefox 3.6 kann nun sicher sein, dass er über die Addon-Verwaltung von Firefox wirklich alle Addons unter Kontrolle hat und nicht irgendein Addon ein Eigenleben entwickelt.

Entwickler wiederum, die für Firefox Erweiterungen programmieren und diese als xpi-Datei bereit stellen, müssen ebenfalls nicht umdenken. Nur solcher Entwickler, die ihre Erweiterungen direkt ins Component-Verzeichnis schrieben, müssen künftig den vorgeschriebenen standardmäßigen Weg über die korrekte XPI-Installation via Addon-Verwaltung von Firefox gehen.

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