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Facebook-Shitstorm tobt auf Vodafone-Seite

Mittwoch den 01.08.2012 um 11:20 Uhr

von Benjamin Schischka

Shitstorm auf Facebook-Seite von Vodafone
Vergrößern Shitstorm auf Facebook-Seite von Vodafone
© iStockphoto.com/victor zastol`skiy
Die Beschwerde einer Facebook-Nutzerin löst auf der Facebook-Seite von Vodafone einen Shitstorm aus. Vodafone nimmt nun Stellung.
Mit ihrer Beschwerde auf der Pinnwand der Vodafone Deutschland-Facebook-Seite hat Anni Roc einen Shitstorm ausgelöst, den wohl nur wenige Firmen in dieser Größenordnung bislang erleben mussten. Über 70.000 User klickten auf „Gefällt mir“ und es hagelte über 7.000 Kommentare wie „Willkommen im Club !!“ und „Das selbe ist meinem kumpel auch passiert er verlohr insgesamt 800€“.  Was war passiert?
 
Anni Roc hatte ihrer Mutter ein Smartphone geschenkt und dafür einen Vodafone-Vertrag abgeschlossen. Statt 29,90 Euro soll Vodafone aber im ersten Monat rund 165 Euro vom Konto abgebucht haben. Obwohl sie es daraufhin ausgeschaltet gelassen habe, sollen im Monat darauf 275 Euro von Vodafone abgebucht worden sein. Anrufe beim Kundenservice hätten zu nichts geführt, schreibt Anni Roc. Und als Antwort auf ein Einschreiben mit Rückschein habe sie nur eine E-Mail erhalten, in der man ihr „entgegen kommen will“. Sie solle eine Gutschrift von 250 Euro erhalten, den Rest müsse sie aber bezahlen.
 
Der Eintrag von Anni Roc stammt vom 25. Juli am Vormittag. Vodafone hat nun – am 1. August am Vormittag – ausführlich auf Facebook Stellung genommen . Man nehme Facebook als Kanal ernst und wolle die Details mit Anni Roc persönlich besprechen. Die Betroffene habe sich am Morgen des 1. Augusts bei Vodafone gemeldet. Man sehe durchaus, dass die Mehrzahl der Kommentare Unzufriedenheit mit dem Umgang von Vodafone mit Kunden beinhalten und man wolle die Verantwortung für Fehler generell nicht wegschieben, heißt es weiter. Vodafone habe 37 Millionen Mobilfunkkunden und viele von ihnen würden sich hier nicht zu Wort melden, versucht Pressesprecher Christian Rapp zu beschwichtigen. Gerade darum findet er Facebook als Plattform wertvoll, um Probleme zu erkennen. Abschließend dankt er für konstruktive Kritik und schließt ausdrücklich auch Anni Roc in seinen Dank ein. Nebenbei wirbt er bei Probleme für das Kontaktformular von Vodafone. Mit ihm sei eine unkomplizierte und schnelle Behebung möglich, weil Vodafone die nötigen Informationen gleich zu Beginn erhalte.

Derweil haben sich schon Nachahmer auf der Vodafone-Seite von Facebook eingefunden. Deren Kritik ist aber oft weniger detailliert als die von Anni Roc. Vodafone hat schnell nachgefragt, was genau bemängelt wird.

Wie sehen Sie das? Hat es Vodafone zu Recht getroffen? Oder hätte man die Sache auch anders lösen können?

Mittwoch den 01.08.2012 um 11:20 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (19)
  • Dogeater 14:52 | 17.08.2012

    Ich hatte auch schonmal mit Ebay s.a.r.l. zu tun, bzw. dessen beauftragten Anwaltsbüro. Irgendjemand hat sich da meiner Postadresse bedient und mit seinem Ebayaccount Betrügereien angestellt. Nachdem ich die Zahlung von 136 Euro an ebay immer wieder verweigerte und mich mit Ebay Deutschland schriftlich über email auseinandersetzte, ob diese Anwaltsschreiben denn überhaupt echt sind, hat die Anwaltskanzlei es irgendwann aufgegeben mir zu schreiben, ja sie war auch legitim. Da die Sache damit für ebay (s.a.r.l.) verständlicherweise noch nicht erledigt schien, habe ich von ebay Deutschland eine mail erhalten, in der ich gebeten wurde, gegen den Betrüger Anzeige zu erstatten, damit ebay weitere Schritte einleiten kann.

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  • gkj43 08:59 | 17.08.2012

    Zitat: Dogeater
    Du liegst da ganz falsch.
    Ja dann kläre uns doch einmal auf. Einfach Behauptungen aufstellen ist eine der leichteren Übungen.:o

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  • Dogeater 06:16 | 17.08.2012

    Du liegst da ganz falsch. Aber mach doch, was du willst.

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  • dedpichto 01:29 | 17.08.2012

    Eigentlich wollte ich, daß die Sache komplett über Ebay läuft. Als ich den Fall gemeldet hatte, habe ich damals auch alle Ansprüche an den Betrüger an Ebay abgetreten. Ich weiß nicht, ob durch die Absage diese Ansprüche an mir zurück gekommen sind - habe in keiner Nachricht von Ebay gesehen.
    Außerdem, habe ich etwas gegoogelt und gelesen: sieht so aus, daß die Polizei gar nichts machen wollen wird. Die werden mir vermutlich sagen, daß es sich um ein zivilrechtliches Zeug handelt und muß entsprechend übers Gericht laufen. Und ich sehe nicht ein, daß ich noch Geld für die Anzeige zahlen muß damit das Gericht den Fall überhaupt untersucht.
    Und ich habe mal in einem Buch gelesen: "wenn du zur Polizei gehst fangen deine Probleme erst an"...

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  • Dogeater 01:53 | 16.08.2012

    Tue dir selbst noch einen Gefallen, und zeige den Betrüger an. Und melde ihn danach an Ebay nocheinmal. Wenn die Polizei eingeschaltet ist, wird der Account des Betrügers von ebay gesperrt und - wichtig - ebay kann dann auch SELBER weitere juristische Schritte gegen den Betrüger unternehmen.

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