1297442

Sharp W-Zero 3: Windows Mobile 5.0-Smartphone für Japan

04.04.2006 | 16:39 Uhr |

Seitdem Windows Mobile 5.0 offiziell erhältlich ist, beflügelt es die Phantasie von Industriedesignern und Smartphone-Ingenieuren. Der jüngste Spross der Sippe stammt aus den japanischen Sharp-Laboren und entpuppt sich als leistungsfähig, optisch äußerst ansprechend und mit Features vollgepackt. Das muss auch so sein, denn das W-Zero 3 ist nicht nur Sharps erstes Windows Mobile-Phone, sondern auch das erste PDA-Phone mit Windows Mobile 5.0, das überhaupt in Japan erscheint. 220 Gramm Gewicht bringt das Gerät in edler schwarzer Kunststoffschalung auf die Waage. Das ist zwar alles andere als leicht, trotz vergleichbarer Ausstattung wiegt das Gerät aber noch 30 Gramm weniger als ein MDA Pro von T-Mobile / HTC.



Das 3,7 Zoll in der Diagonale messende Display stellt bei VGA-Auflösung (640x480 Pixel) 65.536 Farben dar, die laut Sharp sogar noch brillanter und farbenfroher wirken sollen als bei anderen High-End-Smartphones. Eigens für das W-Zero 3 haben die Japaner ihre Aquos-Technologie adaptiert, die sie derzeit erfolgreich bei TFT-Flachbildschirmen mit HDTV-Auflösung einsetzen. Seitlich lässt sich eine schlanke QWERTZ-Tastatur samt Kanjii-Beschriftung ausfahren, im Allgemeinenn wird das Gerät über Touchscreen, 4 Softkeys und einen 5-Wege-Navkey bedient.



Wie der hiesige MDA Pro verfügt auch das W-Zero 3 über einen WLAN-Chip der Klasse 802.11b, mit dem sich nicht nur schnell Daten übertragen lassen; da das Smartphone vorerst exklusiv in Japan erscheinen wird, haben Sharps Ingenieure ein besonderes Feature integriert, das die IT-Infrastruktur ihres Landes überhaupt erst möglich macht: PHS. Dank engmaschiger WiFi-Hotspot-Abdeckung (Experten sprechen von über 98% aller Stadtflächen) kann man mit dem W-Zero 3 völlig unabhängig von jedem GPS-Satelliten seinen Standort mit Hilfe des allgegenwärtigen Wireless LANs auf wenige Meter genau bestimmen.

Auch für den Office-Bereich hat sich Sharp etwas einfallen lassen. Statt auf die vorinstallierten Office-Programme wie Pocket Word- oder Excel zu vertrauen, ist zusätzlich ein Picsel-Viewer vorinstalliert, mit dem sich neben allen gängigen Office-Formaten, Webseiten und Bildern auch PDFs in atemberaubender Qualität und Geschwindigkeit anzeigen lassen (die gleiche Technologie nutzt z.B. Samsung im D600 ). Als Browser feiert im W-Zero 3 Operas Mobile Browser 8.5 Premiere, den das norwegische Softwareunternehmen erstmals im Oktober der Welt vorstellte.

Für Westeuropa ist dieses Modell mit Sicherheit nicht geplant: es nutzt CDMA-Technologie zur Datenübertragung und ist damit nicht zur hiesigen GSM-Telefonie kompatibel. Das Gerät soll im ersten Quartal 2006 auf dem japanischen Markt erscheinen - ob Sharp im Rahmen einer Cobrand-Lösung auch deutsche Netzbetreiber mit solch spannenden Smartphones beliefert, ist allerdings nicht auszuschließen.

Mehr Informationen:
» Das Warten lohnt sich: Flash-Präsentation des W-Zero 3 bei Sharp
» Schwer zu beziehen, aber ähnlich spannend: E-Ten M600
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Sharp W-Zero 3

powered by AreaMobile

Zurück zur Übersicht

0 Kommentare zu diesem Artikel
1297442