17.01.2001, 17:21

Hans-Christian Dirscherl

Sex.com für 85 Millionen Dollar

Wie wir vor einigen Tagen berichteten, soll die Domain sex.com beim Kölner Domainauktionator Domshop für 85 Millionen (rund 170 Millionen Mark) versteigert werden. Doch Medienberichten zufolge handelt es sich hierbei um einen werbewirksamen Betrug.
Wie wir vor einigen Tagen berichteten, soll die Domain sex.com beim Kölner Domainauktionator Domshop für 85 Millionen (rund 170 Millionen Mark) versteigert werden. Doch Medienberichten zufolge handelt es sich hierbei um einen werbewirksamen Betrug.
Der Inhaber der Seite, der Amerikaner Gary Kremen, habe das Kölner Unternehmen exklusiv mit dem Verkauf beauftragt. Doch Kremen weiß anscheinend gar nichts von dieser Auktion. Dass sex.com ab Februar auch bei Greatdomains zum Verkauf stünde, war Gary Kremen ebenfalls unbekannt.
Kremen hatte sich diese Domain erst im letzten November von Stephen Cohen wieder zurückgeholt. Letzterer hatte die Domain-Vergabestelle Network Solutions im Jahr 1995 durch ein gefälschtes Dokument dazu gebracht hatte, ihn als rechtmäßigen Inhaber einzutragen.
Gary Kremen soll gestern dem Magazin Internet World versichert haben, dass er "am Verkauf dieses Domainnamens nicht interessiert sei". Robert Mohren von domshop.de besteht der PC WELT gegenüber jedoch darauf, vor zwei Wochen einen offiziellen Versteigerungsauftrag von Kremen bekommen habe. Allerdings wollte er sich nicht festlegen, in welcher Form dieser Auftrag erteilt wurde.
In den Medien wird nun die Vermutung geäußert, dass die Versteigerung der berühmten Sex-Domain ein Marketingtrick sei, um die Zugriffszahlen von domshop zu steigern. Mohren bestreitet dies aber vehement.
"Das Interesse sei sehr groß, sagte Robert Mohrer am Mittwoch in einem dpa-Interview. Bislang seien Mohrer zufolge die Gebote für die Adresse aber noch nicht hoch genug gewesen.
"Sex" sei eine der meistgesuchte Begriff im Internet überhaupt. Die Seite sei daher eine "Lizenz zum Gelddrucken", meinte Mohrer. Warum sich der Amerikaner Gary Kremen, bisherige Inhaber, von der Adresse trennen möchte, sei ihm nicht bekannt.
Man darf gespannt sein, wie sich die Sache weiterentwickelt. Wird sex.com zu diesem horrenden Preis wirklich einen Käufer finden? Oder ist ein Verkauf tatsächlich nicht beabsichtigt und alles nur ein Bluff? Mohren hat schon angedeutet, dass er diese Unterstellung nicht akzeptieren werde und mit dem betreffenden Magazin nochmals Kontakt aufnehmen werde.
Die Summe von 85 Millionen Dollar würde alle bisher bekannt gewordenen Verkaufssummen bei weitem übertreffen. Im Vergleich: business.com wechselte für 7,5 Millionen Dollar den Besitzer, für das Kürzel. tv bekommt der Südseestaat Tuvalu 50 Millionen Dollar. (PC-WELT, 17.01.2001, hc)
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