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Setzt Ford Microsoft vor die Tür?

03.07.2001 | 13:49 Uhr |

Ford Europa spielt mit dem Gedanken, Microsoft als Software-Lieferanten für den Desktopbereich durch eine Open Source-Lösung abzulösen. Allerdings vermeidet es das Unternehmen, explizit Linux als Alternative zu nennen.

Ford Europa spielt mit dem Gedanken, Microsoft als Software-Lieferanten für den Desktopbereich durch eineOpen Source-Lösung abzulösen.

Dies teilte Richard Thwaite, Direktor der IT- und E-Business-Infrastruktur von Ford Europa, gegenüber dem Nachrichtendienst www.silicon.com mit. Thwaite ist bei Ford für die rund 33.000 in Europa eingesetzten Desktop-Systeme verantwortlich. Weltweit laufen bei Ford 100.000 Desktop-Rechner.

Thwaite: "Wir halten für den Desktopbereich immer Ausschau nach Alternativen zu Microsoft. Wir sind aufgeschlossen und versuchen den bestmöglichen Wert für unser Geschäft zu finden." Allerdings wollte sich Thwaite nicht explizit auf Linux als Alternative zu den Microsoft-Systemen festlegen.

Dan Kuznetsky, Analyst bei IDC, sieht in der Mitteilung von Ford ein weiteres Indiz für die Probleme, die Microsoft bei der Einführung neuer Produkte auf einem gesättigten Markt hat. Außerdem hat sich der Redmonder Software-Riese anscheinend selbst ausgetrickst: Dadurch, dass Microsoft die Auseinandersetzung mit Open Source zu einem "religiösen Krieg" machte, wurde Open Source Kuznetsky zufolge erst richtig bekannt.

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