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Service Pack 1 für Vista: Microsoft macht Download dicht

05.04.2007 | 12:53 Uhr |

Der Betreiber von Thehotfix.net glaubt, einen Riecher dafür zu haben, welche Patches und Fixes im Service Pack 1 für Vista enthalten sein könnten. Er stützt sich dabei auf vermeintliche Kennzeichnungen in Knowledge-Base-Artikeln und interne Quellen. Gegen solche Spekulationen hat Microsoft wohl im Grunde nichts einzuwenden, gegen den Download eines entsprechenden Pakets namens "Vista SP1Preview Pack" ist das Unternehmen aber nun vorgegangen.

Im Oktober 2005 machte Ethan Allen, Betreiber der Website The Hotfix , von sich reden als er Updates, die in einem Service Pack 3 für XP enthalten sein könnten, sammelte und zum Download bereitstellte. Microsoft warnte damals vor dem inoffziellen Service Pack , unternahm aber nichts. Allen hat dasselbe nun auch für das zu erwartende Service Pack 1 für Vista gemacht - Microsoft hat postwendend reagiert.

Mehr als 100 Hotfixes, die in einem Service Pack 1 für Vista enthalten sein könnten, hat Allen gesammelt. Welcher Hotfix oder Patch es dabei in die Sammlung schafft, macht Allen eigenen Angaben zufolge an dem fest, was Microsofts eigene Knowledge Base hergibt. "Lassen sie mich Ihnen einen Beispiel geben. Schauen Sie sich diesen Knowledge-Base-Artikel an; dies ist ein Hofix für Windows XP SP3, obwohl Microsoft es nicht zugeben will." So etwas sei an den am Ende des Dokuments genannten Keywords auszumachen, sagt Allen. "Dort sehen Sie 'kbwinxppresp3fix kbwinxpsp3fix'. Sie machen das für die meisten Hotfixes, die in einem Service Pack enthalten sein werden." Den gleichen Ansatz nutzte Allen, um einige Hotfixes für Vista SP1 zu finden; auf andere Flicken machen ihn "internen Quellen", wie er sie nennt, aufmerksam.

Über die Site von Allen ist Microsoft diesmal aber nicht erfreut gewesen. "Die Sammlung an Microsoft Hotfixes, die Sie 'Vista SP1Preview Pack' nennen und auf www.vistasp1.net und, im besonderen, auf www.vistasp1.net/forums/ zum Download bereit stellen, sind nicht für die Allgemeinheit gedacht", so Microsoft in einer Mail an Ethan Allen.

Die Begründung dafür: "Es ist wichtig für Microsoft direkt mit den Kunden zu arbeiten, um sicherzustellen, dass sie einen Hotfix herunterladen, der unter Umständen dazu dient, ein bestimmtes technisches Problem in den Griff zu bekommen, statt dass sie (die Kunden) diese von ihrer Site wahllos herunterladen." Ganz ähnlich argumentierte Microsoft schon im Herbst 2005. Damals wies Microsoft außerdem darauf hin, dass das Unternehmen betroffenen Anwendern durch den direkten Kontakt mit weiterer Hilfe bei der Problemlösung zur Seite stehen und mit neuen Versionen der Updates versorgen könnte.

Letztendlich wurde Allen in der Mail dann aufgefordert, die Inhalte zu entfernen. Der Betreiber von The Hotfix, der als Manager im Bereich Qualitätssicherung bei einer in Bellevue, Washington ansässigen Firma arbeitet, hat sofort nachgegeben und das Download-Paket entfernt. "Ich sagte Ihnen OK und hab es getan. Ich bin nicht darauf aus, Schwierigkeiten zu bekommen."

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