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Opera-Chef verteidigt Unite

08.07.2009 | 15:31 Uhr |

Der Web-Browser Opera soll in der Version 10 auch zum persönlichen Web-Server werden. Die damit einher gehenden Sicherheitsrisiken bestreitet Operas CEO Jon von Tetzchner. Er sieht in Unite eher eine Verbesserung der Sicherheit.

Die norwegische Browser-Schmiede Opera baut in Version 10 ihres gleichnamigen Web-Browsers einen Web-Server namens "Unite" ein. Opera-Nutzer können damit bestimmte Inhalte ihrer Festplatte, etwa Fotos, für Zugriffe aus dem Internet frei geben. Sicherheitsfachleute sehen darin eine Gefahr für die Rechner der Benutzer. Sie könnten Ziele von Angriffen werden. Jon von Tetzchner, Chef von Opera, sieht das jedoch ganz anders.

Jon von Tetzchner meint im Gespräch mit unserer Schwesterpublikation Networkworld, Hacker würden sich nicht die Mühe machen Benutzer von Unite anzugreifen. Er sieht in der Nutzung persönlicher Web-Server sogar eine Verbesserung der Datensicherheit, da nicht so viele Daten auf einem zentralen Web-Server beim Provider liegen. Angreifer müssten viele Unite-Server hacken, um an eine interessante Datenmenge zu gelangen.

Sicherheitsfachleute halten dem entgegen, dass es genüge eine Schwachstelle in Unite zu finden, um die Rechner aller Benutzer knacken zu können. Zudem seien die meist privaten PCs weit weniger gut abgesichert als die Rechenzentren der Provider. Ein gekaperter Rechner ist auch ohne nennenswerte Mengen vertraulicher Daten ein willkommenes neues Mitglied in jedem Botnet.

Ob Tetzchners Argumentation genügt, um die Bedenken potenzieller Nutzer zu zerstreuen, muss sich zeigen. Derzeit ist Opera 10 noch im Beta-Stadium. Interessierte können sich die aktuelle Beta-Version und eine Vorabversion von Unite herunter laden und ausprobieren.

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