Seriöse Firmen unterstützen die Angebote nicht

Donnerstag, 19.08.2004 | 15:50 von Birgit Götz
Nicht nur produkte-testen.de und waren-testen.de, auch die anderen Anbieter, die mit der gleichen Masche Geld verdienen wollen, verraten auf ihren Web-Sites nicht, von welchen Firmen der Kunde beliefert werden soll.

Wir haben daraufhin einfach mal bei Fuji angerufen und gefragt, ob das Unternehmen Testgeräte, beispielsweise Digitalkameras, an beliebige Endverbraucher schickt, um deren Meinung einzuholen und den Laientestern dafür dann die Geräte überlässt. „Niemals, auf gar keinen Fall würden wir so etwas machen“, hieß es in der Pressestelle. „Das haben wir ja noch nie gehört.“

Bei Alcatel folgte auf unsere Anfrage eine eher amüsierte Reaktion: „Da würde ich mir ja jeden Tag irgendwo zehn Geräte bestellen und dann einen Laden aufmachen.“ Das Unternehmen stellt seine Testgeräte ausschließlich Journalisten zur Verfügung und denen auch nur begrenzt für etwa vier Wochen.

Auch wir in der Redaktion PC-WELT dürfen Testgeräte nicht behalten, sondern müssen sie an die Hersteller zurückschicken.

Warum auch sollten Hersteller ihre Geräte verschenken? Warum sollten sie sich solch dubioser Vermittlungspartner bedienen, um an Konsumentenadressen zu kommen? Hersteller, die ihre Produktentwicklung optimieren und auf die Bedürfnisse der Verbraucher abstimmen möchte, beauftragen für Umfragen seriöse Marktforschungs-Unternehmen.

Donnerstag, 19.08.2004 | 15:50 von Birgit Götz
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