20.06.2012, 05:56

Michael Söldner

Sequoia

Weltweit schnellster Super-Computer steht wieder in den USA

©ibm.com

Mit seinem neuen Super-Computer namens Sequoia überholt IBM den bisherigen Rekordhalter Fujitsu bei der Rechenleistung.
Der von IBM gebaute Super-Computer Sequoia kann den Titel des schnellsten Rechners der Welt für sich beanspruchen. Bislang galt der von Fujitsu entwickelte K Computer als Rekordhalter. Der neue Super-Computer wird für Simulationen genutzt, die die Lebensdauer von nuklearen Waffensystemen verbessern sollen. Trotz dieser militärischen Einsatzmöglichkeit soll der Weltbevölkerung ein Vorteil aus diesen Berechnungen entstehen, da so auf unterirdische Tests verzichtet werden kann.

Sequoia steht beim Energy's Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien und verschafft den USA damit den seit mehreren Jahren verlorenen Titel des schnellsten Computers der Welt. Die Rechenleistung einer Stunde entspricht der ununterbrochenen Arbeit von 6,7 Milliarden Menschen, die mit Taschenrechnern ganze 320 Jahre lang mit der gleichen Aufgabe beschäftigt wären.
Zukunfts-Technologien: Fortschritte bei Computern und dem Militär

In China und Deutschland gibt es ebenfalls zwei Super-Computer, Japan, Frankreich und Italien besitzen jeweils einen Super-Rechner. Sequoia übertrifft den bisherigen Rekord-Halter von Fujitsu um den Faktor 1,55 und besitzt 1,5 Millionen Prozessoren. Trotzdem benötigt der IBM-Computer deutlich weniger Strom als sein japanischen Pendant. Angesichts der zum Betrieb nötigen 7,9 Megawatt kann man Sequoia wohl aber trotzdem nicht als „grün“ bezeichnen.
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