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Senat verabschiedet schärferes US-Copyright

23.11.2004 | 15:38 Uhr |

Der US-Senat hat ein in einigen Punkten verschärftes Copyright-Gesetz verabschiedet. Im Hniblick auf die ursprünglich eingebrachte Vorlage wurden jedoch einige Punkte entfernt.

In den USA wurde das Copyright-Gesetz in einigen Punkten verschärft und bereits vom Senat abgesegnet. Der neue Entwurf sieht laut einem Bericht von Reuters Haftstrafen von bis zu drei Jahren für Personen vor, die Filme im Kino mitfilmen. Auch die Strafen für Anwender, die urheberrechtlich geschütztes Material vor dem offiziellen Verkaufsstart per Internet anbieten, wurden verschärft.

Auf der anderen Seite wurden einige Punkte der ursprünglichen Vorlage entfernt. Diese sahen unter anderem bis zu dreijährige Haftstrafen für Anwender vor, die mehr als 1000 urheberrechtlich geschützte Dateien über Tauschbörsen anbieten.

Darüber hinaus wurde ein Passus gestrichen, der das Herausschneiden von Werbung aus Filmen illegal gemacht hätte. Auch Services, die spezielle "familienfreundliche" Versionen von DVDs auf den Bildschirm zaubern ( :wir berichteten ), indem sie sexuell anstößliche oder brutale Szenen automatisch filtern, bleiben weiterhin erlaubt. Gerade gegen diese Dienste wehrt sich allerdings die Filmindustrie, da hier die Werke ohne ihre Zustimmung verändert werden.

Um in Kraft zu treten, muss das Gesetz jetzt noch das Repräsentantenhaus durchlaufen.

:RIAA verklagt weitere 761 P2P-Nutzer (PC-WELT Online,19.11.2004)
:US-Filmindustrie hat erste Klagen eingereicht (PC-WELT Online, 17.11.2004)

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