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Gauner bevorzugen Opera

21.08.2009 | 16:31 Uhr |

Weil der norwegische Browser Opera nur einen geringen Marktanteil hat, ist er selten Zielscheibe von Angriffen. Deshalb benutzen Online-Kriminelle gerne Opera, um sich vor Ihresgleichen zu schützen.

Wie schützen sich eigentlich Online-Kriminelle davor in die eigenen oder in die von Ihresgleichen aufgestellten Fallen zu tappen? Ein Teil der Cyber-Gauner benutzt offenbar einen anderen Browser als der Rest der Welt. Während die meisten Normalanwender mit dem Internet Explorer oder mit Firefox im Web unterwegs sind, weichen viele Online-Kriminelle auf Opera aus.

Paul Royal vom Sicherheitsunternehmen Purewire hat das Angriffs-Toolkit "LuckySploit" näher untersucht und ist dabei auch in Systeme der Online-Kriminellen eingedrungen. Er hat dazu eine Schwachstelle in der Analyse-Software von LuckySploit ausgenutzt. Es ist ihm gelungen soweit vorzudringen, dass er unter anderem feststellen konnte, welche Browser die Täter selbst benutzen. Demnach kommt Opera in diesen Kreisen auf einen Anteil von 26 Prozent, während der norwegische Browser sonst nur einen Marktanteil von kaum zwei Prozent erreicht.

Da Opera bereits seit Jahren die Möglichkeit bietet die Browser-Kennung ("user-agent") eines anderen Browsers vorzutäuschen, mag der tatsächliche Anteil höher liegen. Der geringe Marktanteil von Opera bringt es mit sich, dass Opera trotz durchaus vorhandener Sicherheitslücken kaum zur Zielscheibe von Angriffen wird. Der Aufwand lohnt sich für die Cyber-Gauner einfach nicht.

Die so genannten Exploit-Kits sind eine beliebte Mehrzweckwaffe der Online-Kriminellen. Sie enthalten Angriffs-Code für eine ganze Reihe von Anwendungen, namentlich ActiveX, Flash und Adobe Reader. Damit präparieren die Täter Web-Seiten, um per Drive-by Download Malware wie Bots, Passwortspione oder Scareware zu verbreiten.

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