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Apple spendet Foxconn-Arbeitern Teil seines Gewinns

01.06.2010 | 14:01 Uhr |

Apple reagiert auf die Selbstmord-Serie bei seinem Produzenten Foxconn: Das Unternehmen will ein Teil seines Gewinnes an die Foxconn-Mitarbeiter ausschütten. Allerdings nur einen sehr kleinen Teil…

Apple hatte nach dem 9. Selbstmord eines Foxconn-Arbeiters versprochen , die Selbstmordserie zu untersuchen. Jetzt hat sich der wirtschaftlich sehr erfolgreiche iPod-, iPhone- und iPad-Hersteller dazu aufgerafft, einen Teil seines Gewinnes aus dem iPad-Verkauf an die Foxconn-Mitarbeiter zu verteilen, wie Dailytech berichtet .

Foxconn produziert in Shenzhen in Südchina eine Reihe von Geräten für Apple, darunter auch das iPhone und das iPad. Foxconn ist allerdings keine selbstständige Firma, sondern gehört zum taiwanischen Unternehmen Hon Hai Precision Industry. Die Firma steht im Verdacht, von ihren Arbeitern massiv unbezahlte Mehrarbeit zu verlangen.

0.7 Prozent des iPad-Gewinns will Apple künftig den Foxconn-Mitarbeitern zukommen lassen. Das hört sich nach wenig an und ist für den erfolgsverwöhnten US-Konzern in der Tat nur ein Betrag, der aus der Portokasse stammen könnte. Doch für die schlecht bezahlten und auf dem Firmengelände von Foxconn regelrecht kasernierten Arbeiter stellt diese Summe eine deutliche Erleichterung dar.

Das Gehalt der Foxconn-Arbeiter soll nun um 20 Prozent angehoben werden. Einen Großteil dieser Erhöhung will eben Apple bezahlen. Die Arbeitskosten für das iPads steigen dadurch von 2,3 auf 3.0 Prozent Anteil an den gesamten Produktionskosten. Apples Gewinn dürfte das kaum schmälern, Analysten gehen davon aus, dass Apple an jedem verkauften iPad mindestens 157 Euro verdient.

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