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Selbstmord-Attentate auf Software-Zentren geplant

07.03.2005 | 15:16 Uhr |

In Indien boomen die Softwareschmieden. Und werden damit ein lohnendes Ziel für Terroristen, wie jetzt bekannt wurde.

Indien ist eine der Topadressen für Software-Entwickler, auch aus Europa und den USA. Besonders in Bangalore schießen Entwicklungsstätten wie Pilze aus dem Boden. Und geraten in das Fadenkreuz von Terroristen, wie sich jetzt zeigte.

Am Samstag töteten Polizeikräfte bei einem Feuergefecht drei Mitglieder der "Lashkar-e-Toiba" (LeT)-Terrorvereinigung. Bei den getöteten Terroristen fanden die Beamten Dokumente, aus denen hervorgeht, dass sie Selbstmord-Attacken auf Softwarefirmen in Bangalore planten. Damit sollte die wirtschaftliche Entwicklung Indiens gestört werden.

In Bangalore haben nicht nur viele indische Software-Unternehmen ihre Niederlassung, auch zahlreiche internationale Konzerne lassen dort Programme entwickleln. Darunter Unternehmen wie IBM, Intel, Texas Instruments und Accenture.

Die indischen Software-Firmen geben sich zumindest äußerlich unbeeindruckt. Sie seien auf diese Bedrohung vorbereitet, so deren Stellungnahme. Die meisten Unternehmen sollen über Krisenpläne und Ausweichquartiere für den Fall eines Terroranschlages verfügen. Der Zugang zu den Niederlassungen in Bangalore sei zudem streng überwacht.

Die LeT kämpft für die Unabhängigkeit von der zu Indien gehörenden Staaten Jammu und Kaschmir. Sie wird der indischen Regierung zufolge von dem Nachbarland Pakistan unterstützt. In der Öffentlichkeit ist das Problem als "Kaschmir-Konflikt" bekannt.

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