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Selbstfahrende Google-Autos hatten bisher kaum Unfälle

12.05.2015 | 10:09 Uhr |

Seit 6 Jahren schickt Google seine selbstfahrenden Autos auf die Straßen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

In den vergangenen sechs Jahren sind die Selbstfahr-Autos von Google knapp 2,8 Millionen Kilometer auf den Straßen gefahren. Davon etwa 1,7 Millionen Kilometer selbstständig. Chris Urmson, Leiter des Google Self-Driving Car Program, zieht nun in einem Bericht eine Zwischenbilanz für das Projekt. Demnach seien die selbstfahrenden Google-Fahrzeuge in dieser Zeit in nur elf kleineren Unfällen verwickelt gewesen. Dabei seien mal Scheinwerfer kaputt gegangen, aber niemals eine Person verletzt worden.

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Kein einziges Mal, so betont es Urmson, sei ein Google-Auto für einen Unfall verantwortlich gewesen. Weiter erklärt er, dass Auffahrunfälle zu den häufigsten Unfallursachen in den USA gehören. Ein Fahrzeug ganz vorne könne da nicht verhindern, getroffen zu werden. In sieben Fällen habe es so ein Google-Selbstfahr-Auto getroffen, häufig beim Warten vor Ampeln aber auch auf der Autobahn.

Ein paar Mal habe es auch Google-Autos von der Seite erwischt, weil andere Fahrzeuge Stopp-Schilder missachteten. Die häufigsten Unfälle gab es bei Stadt-Fahrten. Jeder einzelne Unfall sei seitens Google ausgiebig analysiert worden. Die häufigsten Unfälle im Straßenverkehr passieren, weil Menschen am Steuer unachtsam sind. Hier sei die Elektronik der Selbstfahr-Autos mit ihrer 360-Grad-Sicht und der hundertprozentigen Aufmerksamkeit den Menschen überlegen. Neueste Sensoren seien sogar in der Lage, nahende Autos, Fahrräder und Personen aus einer weiten Entfernung zu bemerken und zu verfolgen.

Auch an Kreuzung gäbe es häufig Unfälle, weil rote Ampeln missachtet werden. Urmson erläutert, dass die Google-Autos daher so programmiert seien, nach dem Umschalten der Ampel auf grün zunächst einen Augenblick zu warten und erst dann loszufahren. Auch sonst könne die Elektronik in den Google-Autos dabei helfen, Unfälle zu vermeiden, wenn die anderen Verkehrsteilnehmer sich mal wieder nicht regelkonform verhalten und beispielsweise auf der falschen Seite fahren oder plötzlich die Fahrspur wechseln, um doch noch eine Ausfahrt zu erwischen.

"Wir werden damit weitermachen, tausende Meilen zu fahren, um besser die gängigen Zwischenfälle kennenzulernen, die dazu führen, das viele von uns das tägliche Autofahren nicht zu mögen", schreibt Urmson und verspricht: "Wir werden weiterhin hart daran arbeiten, ein selbstfahrendes Fahrzeug zu entwickeln, welches diese Bürde von unseren Schultern nimmt."

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