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Selbst kaufen meist günstiger als Gratis-Handy mit Vertrag

27.04.2006 | 15:15 Uhr |

Die Stiftung Warentest vergleicht die Option: 'Zwei-Jahres-Vertrag inklusive Gratis-Handy' mit der Variante: 'Handy und günstige Prepaid-Karte separat kaufen' und kommt dabei zu einem ernüchternden Ergebnis.

Im deutschen Tarifdschungel ist es oftmals schwierig, einen für sich passenden Tarif herauszufinden. Hinzu kommen noch etliche Mobilfunk-Discounter -Angebote, die einen zu der Frage drängen, ob es nicht doch günstiger ist, sich selbst ein Handy und eine entsprechend günstige Prepaid-SIM separat zu besorgen anstatt eines Zwei-Jahres-Vertrages inklusive Gratis-Handy. Dieser Frage nahmen sich die Tester von der Stiftung Wahrentest an und verglichen die Kosten beider Optionen.

Das Ergebnis ist ernüchternd und für die meisten Kunden, die sich eher keine Zeit zum Vergleichen nehmen, wohl überraschend zugleich: Das scheinbare Schnäppchen mit dem vermeintlichen Gratis-Handy ist nämlich oft gar keines. Demnach holen sich die Mobilfunkanbieter die Kosten mittels Verträgen mit teuren Gesprächspreisen und extra Fixkosten, wie beispielsweise Grundgebühr, Mindestumsatz oder auch Multimedia-Paketen, wieder rein. Dabei lautet die Devise mancher Anbieter wohl: "Nicht kleckern, sondern klotzen".

Als konkretes Beispiel liefert die Stiftung Warentest hierbei den 9,9-Cent-Tarif von Talkline, bei dem es im Internet das Sony Ericsson Handy W550i für 0 Euro dazu gibt: Wer 70 Minuten im Monat in verschiedene Netze telefoniert und 50 SMS verschickt, der zahlt mit diesem Tarif im Vergleich zur Prepaid-Variante mit selbst gekauftem Handy klar drauf ? und zwar 181 Euro. Denn über die Vertragslaufzeit von zwei Jahren gerechnet kosten ihn Handy und Gespräche 1.056 Euro. Wer sich das Handy gleich selbst kauft, zahlt 299 Euro für das Handy plus 576 Euro fürs Telefonieren und Simsen mit einer preiswerten Guthabenkarte, insgesamt also nur 875 Euro.

Laut der Stiftung Warentest bieten aktuell die Tarife blau.de , debitel-light und simyo die günstigsten Guthabenkarten. Jedem Kunden bleibt es am Ende jedoch selbst überlassen, ob er sich die Mühe macht, beide Möglichkeiten durchzurechnen und sich dann für die günstigere Variante zu entscheiden oder ob er lieber den einfachen Weg und den damit verbundenen Reiz eines kostenlosen Handys wählt.

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