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Selber wählen ist billiger

13.03.2000 | 15:07 Uhr |

Wer sich von der Telefonauskunft verbinden lässt, muss tief in die Tasche greifen. Anbieter, die nach dem Erfragen der Nummer den Teilnehmer gleich weitervermitteln, verlangen bis zu sechs Mal so hohe Preise wie für selbst gewählte Verbindungen.

Wer sich von der Telefonauskunft verbinden lässt, muss tief in die Tasche greifen. Anbieter, die nach dem Erfragen der Nummer den Teilnehmer gleich weitervermitteln, verlangen bis zu sechs Mal so hohe Preise wie für selbst gewählte Verbindungen. Das ergaben die Recherchen des Hessischen Rundfunks.

Wenn der Kunde sein Ortsgespräch selbst wählt, koste das bei der Telekom zwölf Pfennige für 90 Sekunden. Wenn er sich bei Telegate oder o.tel.o über die Auskunft verbinden lässt, müsse er für den gleichen Zeitraum mehr als 70 Pfennig bezahlen. Ein entsprechender Hinweis auf die drastisch erhöhten Preise fehle jedoch, bemängelt der Hessische Rundfunk.

Die Münchner Telegate-Zentrale bestätigte die erhöhten Tarife. Der Kunde müsse sich die Nummer nicht notieren und nicht noch einmal wählen. Dies sei eine Service-Leistung, die ihren Preis habe, sagte Pressesprecher Thomas Richter. Laut Telekomminikationsgesetz sei man nicht verpflichtet, am Telefon auf die Sondertarife hinweisen. Schließlich gebe es eine Vielzahl von Tarifvarianten ins Festnetz oder in die verschiedenen Mobilfunknetze. "Wenn wir das alles vorrechnen, wird es für den Kunden erst richtig teuer", sagte Richter. (PC-WELT, 13.03.2000, dpa/ he)

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