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Seelenverkäufer im Internet

14.02.2001 | 12:19 Uhr |

Mit einem Angebot der besonderen Art hat ein Student seine Kasse aufgebessert: Der 20-Jährige versteigerte seine Seele über das Internet.

Mit einem Angebot der besonderen Art hat ein amerikanischer Student seine Kasse aufgebessert: Der 20-Jährige aus Seattle (Bundesstaat Washington) versteigerte via Internet seine Seele. 400 Dollar heimste Adam Burtle nach Medienberichten dabei ein - mehr, als er selbst erwartet hatte.

Als Begründung der ungewöhnlichen Auktion beim Internetanbieter eBay gab der erklärte Atheist an: "Ich bin ein Computerfreak, und ich war gelangweilt - dann gehe ich eben ins Internet". Eine "Garantie" für seine Seele wollte er bei der Versteigerung aber nicht geben, obwohl die "Ware" in einem tadellosen Zustand sei und nur wenige Kratzer habe.

Zu Beginn war das Interesse gering. Erst in der letzten Stunde der Auktion stiegen die Gebote rasant von 56 auf 400 Dollar. "Ich war eigentlich schon glücklich, als sie über 7,50 Dollar lagen", sagte der "Seelenverkäufer" Burtle. Den Zuschlag bekam eine Frau aus dem US-Bundesstaat Iowa.

Vertreter des Internetauktionärs eBay waren von der Aktion übrigens nicht begeistert. Sie verboten Burtle, jemals wieder etwas bei eBay anzubieten.

Der Student war nicht der erste, der eine solche Idee hatte. Aber bisher hatte eBay derartige Versteigerungen unterbunden. Burtles Angebot war jedoch durch den Filter gerutscht. "Man sollte schon etwas verkaufen, das man dem Käufer auch liefern kann", erläuterte eBay-Sprecher Kevin Pursglove die Haltung des Internetauktionärs. (PC-WELT, 14.02.2001, dpa/ ml)

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