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6 goldene Sicherheits-Regeln für Ihren PC

03.06.2014 | 22:22 Uhr |

Den eigenen Rechner vor Schädlingen und Angriffen zu schützen, ist gar nicht so schwer. Hier sechs einfache Regeln, die Sie beherzigen sollten.

Die Zahl der PC-Infektionen ist seit dem dritten Quartal 2013 sprunghaft angestiegen. Schuld daran ist unter anderem der Schädling Zaphod, der seit dem vierten Quartal 2013 sein Unwesen treibt. Darauf wies Tim Rains, Microsoft Director Trustworthy Computing, bei einem Vortrag auf dem Microsoft-Campus in Redmond vor IT-Journalisten am Dienstag hin, bei dem auch wir vertreten waren.

Rains betonte aber auch: Anwender können sich vor Zaphod und Co. wirksam schützen, wenn sie sechs Regeln beachten.

Regel 1: Nutzen Sie neuere Software
Anwendungen erscheinen mehr oder weniger oft in neuen großen Versionen. Dabei werden nicht nur neue Funktionen hinzugefügt und die Performance verbessert, sondern oft auch potentielle Angriffe durch den Einsatz moderner Programmiermethoden und –philosophien erschwert. Software wird mit den Jahren also nicht nur besser, sondern auch sicherer. Diesen Vorteil sollte jeder PC-Anwender ausnutzen.

Regel 2: Halten Sie Ihre Software immer aktuell
Updates für Software innerhalb einer Generation sollten umgehend installiert werden. Oft reagieren die Entwickler auf noch nicht oder bereits bekannt gewordene Sicherheitslücken. Umso dringlicher ist es für die Anwender, die Updates dann auch zu installieren. Oft erledigt dies die Auto-Update-Funktion einer Software. Ansonsten sollten Sie regelmäßig Ausschau nach Updates halten. Vor allem Software, die weit verbreitet ist, sollte dabei im Auge behalten werden. Wer Java, Flash und Co. regelmäßig aktualisiert, lebt sicherer.

Regel 3: Laden Sie Software nur von vertrauenswürdigen Quellen herunter
Nicht nur Downloads sollten Sie nur von vertrauenswürdigen Quellen durchführen. Auch neue Software sollte nur dann installiert werden, wenn Sie vorher einen Blick auf die Website des Herstellers geworfen haben und die Meinung anderer Nutzer berücksichtigt haben. Manchmal entpuppt sich eine Software erst nach vielen Monaten als schädlich, nachdem die Entwickler die Verbreitung ausnutzen und der Software dann per Update eine schädliche Komponente hinzufügen.

Regel 4: Nutzen Sie eine stets aktuelle Antivirus-Software
Die Nutzung einer aktuellen Antivirus-Software gehört mit zu den wichtigsten Regeln. Aktuelle Statistiken, so Microsofts Tim Rains, zeigen, dass im weltweiten Durchschnitt 75 Prozent der PC-Nutzer diese Regel bereits befolgen. Bei den anderen 25 Prozent liegt die Infektionsrate um den Faktor 6 höher.

Regel 5: Denken Sie nach, bevor Sie klicken
Links in Mails sollten nicht einfach angeklickt werden. Trauen Sie auch nicht jeder Website, auf die Sie beim Surfen im Web stoßen. So verlockend die Mail-Betreffzeilen unbekannter Absender auch klingen mögen, fast immer sind Online-Kriminelle am Werk. Deshalb: Verdächtige Mails sofort löschen und dubiose Websites meiden.

Regel 6: Legen Sie regelmäßig Backups Ihrer persönlichen Dokumente an
Von persönlichen Daten sollten regelmäßig Backups angelegt werden, die dann offline gespeichert sind. Über die Zeit sollten so mehrere Varianten der gleichen Dokumente gesichert werden. Alternativ kann die Sicherung auch bei Cloud-Speicherdiensten erfolgen, allerdings nur dann, wenn diese mehrere Versionen der gleichen Dokumente sichern. Sollte der Rechner durch eine Erpresser-Malware infiziert werden, der die Dokumente verschlüsselt und nur nach Zahlung eines Lösegelds wieder entschlüsselt, haben sie zumindest nach der Reinigung des Rechners durch eine Antivirensoftware nicht ihre Dokumente verloren. Ein solches „Lösegeld“ sollte ohnehin niemals  gezahlt werden, denn es gibt keine Garantie dafür, dass sie anschließend wirklich den zum Entschlüsseln benötigten Key auch bekommen.

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